Leverkusen – Der Tod eines nkt-Mitarbeiters hat im Chempark zur Einberufung eines Krisenstabes geführt. Vor zwei Wochen war der 29-Jährige verunglückt, vier Tage später seinen schweren Kopfverletzungen erlegen. Besonders problematisch sei gewesen, dass der Bruder des Mannes sich unmittelbar nach dem Unfall auf Facebook geäußert habe, berichtete jetzt Norbert Jetten, der Leiter des Krisenstabes beim Chempark-Betreiber Currenta.
Der Mann habe in dem sozialen Netzwerk behauptet, sein Bruder sei bereits verstorben, obwohl er da noch im Krankenhaus gelegen habe. „Die Frage war für uns, wie wir da angemessen reagieren“, so Jetten. Man habe sich schließlich dazu entschlossen, einen eigenen Post auf Facebook abzusetzen. Darüber hinaus sei das normale Instrumentarium angewendet worden: Currenta nahm Kontakt zu den Angehörigen des Mitarbeiters auf und kümmerte sich um eine psychologische Betreuung.
Für Jetten ist klar, dass die ungebremste Kommunikation im Internet auch die Betreiber des Chempark vor neue Herausforderungen stellt. Auch deshalb unterhält Currenta eine eigene Facebook-Präsenz, ist auf Twitter und hat eine eigene Smartphone-App geschrieben, die ebenfalls für die Krisenkommunikation benutzt wird. Es sei klar, dass alles, was man außerhalb des Werksgeländes sehen könne, auch kommentiert und erklärt werden muss.
