Chempark LeverkusenStrom für Bayer wird grün

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Der Chempark Leverkusen aus der Luft

Ein Anfang ist gemacht: Bayer wird jetzt mit grünem Strom versorgt. Das gilt für den Leverkusener Chempark, aber auch für Monheim und Dormagen.

Currenta meldet die Lieferung von 180 Gigawattstunden bis 2029.

Die Bayer-Produktion macht längst nicht mehr viel aus im Chempark. Die Tablettenproduktion im Südteil des Geländes wird zwar bald um eine neue Anlage ergänzt. Dennoch ist der Stromverbrauch von Bayer nicht allzu hoch im Verhältnis zu Lanxess, Covestro und anderen Betreibern von Großanlagen. Eine Anfrage, wie groß der Anteil ist, ließ der Chempark-Betreiber Currenta auch nach Tagen unbeantwortet. Covestro hat sich bis 2035 Zeit gegeben für eine klimaneutrale Produktion, Lanxess bis 2040. 

Trotzdem hat der gerade zwischen Bayer und Currenta abgeschlossene Stromliefervertrag einige Bedeutung. Der Chempark-Betreiber hat Verträge mit Lieferanten von Ökostrom geschlossen, die ihm bis 2029 rund 180 Gigawattstunden aus erneuerbaren Energien garantieren. Das entspreche dem Verbrauch von rund 45.000 Haushalten, heißt es bei Currenta. Die Energie soll ab der zweiten Jahreshälfte fließen. Neben dem Chempark Leverkusen werden auch Bayers Agrochemie-Zentrale in Monheim und die Bayer-Verbraucher im Chempark Dormagen mit Ökostrom versorgt. 

Bayer will sein Geschäft bis 2030 klimaneutral gestalten. Dabei spiele eingekaufter Strom aus erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle. „Wir sehen das Potenzial, weitere Energieprodukte wie Kälte und Druckluft, die aus Strom erzeugt werden, durch erneuerbare Energien klimaneutral zu stellen“, sagte Sabrina Ritterbach von Bayer.

„Partnerschaften wie diese sind wichtig, um die Energiewende erfolgreich umzusetzen“, sagte Currenta-Chef Tim Hartmann. „Unsere Kunden erwarten und bekommen von uns grünere Energie und Versorgungssicherheit.“

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