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Chempark LeverkusenTodesfall bei Kronos wirft Fragen auf

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Der Leverkusener Chempark.

Leverkusen – Ist der Einsatz optimal gelaufen? Die Kollegen äußern jetzt Zweifel. An Weiberfastnacht ist am späten Abend ein Mann gestorben. Er war nach Angaben aus der Belegschaft von Kronos Titan als Leiharbeiter in dem Chemieunternehmen beschäftigt. Sein Tod und der Rettungseinsatz werfen Fragen auf. In einer E-Mail an den „Leverkusener Anzeiger“ zweifelt ein Kollege daran, dass der Rettungseinsatz perfekt war.

Der Mann sei am Abend in einem Pausenraum von Kronos gefunden worden. Da war er offenbar schon bewusstlos. Kollegen hätten umgehend den Rettungsdienst des Chempark informiert und versucht, dem Mann zu helfen. Bis zum Eintreffen der Chempark-Sanitäter sei eine gehörige Zeit vergangen, meint der Zeuge. Einen Arzt hätten die Sanitäter nicht dabei gehabt. Den habe man erst vom Klinikum anfordern müssen. Bis zu seinem Eintreffen sei ebenfalls viel Zeit verstrichen – wahrscheinlich, weil er zunächst zum falschen Werkstor gefahren und nicht auf das Gelände gekommen sei. Helfen können habe der Arzt dem Kollegen aber ohnehin nicht mehr. Die – aus seiner Sicht – erheblichen Verzögerungen veranlassen den Zeugen zu der Frage, warum die Chempark-Sanitäter den Kollegen nicht selbst ins Klinikum gefahren haben: „Vielleicht könnte er dann noch leben.“

Currenta: Alles lief nach Plan

Vom Chempark-Betreiber Currenta kam am Mittwoch auf Anfrage eine andere Darstellung des Todesfalls an Weiberfastnacht, der weder von Kronos Titan, noch von Currenta öffentlich gemacht wurde. Der Grund: Die Ursache des Todes war kein Betriebsunfall. Nur solche Vorkommnisse werden vom Chempark gemeldet.

Die Aufzeichnungen der Sicherheitszentrale im Chempark ergäben folgendes Bild, sagte Mark Mätschke, Sprecher bei Currenta: Gegen 22.45 Uhr seien die Rettungskräfte alarmiert worden. Fünf Minuten waren sie bei dem Bewusstlosen und hätten versucht, ihn wiederzubeleben. Gleichzeitig habe die Sicherheitszentrale im Klinikum einen Notarzt angefordert sowie den Lotsendienst des Werksschutzes in Marsch gesetzt: Der dient dazu, fremde Rettungskräfte am Werkstor in Empfang zu nehmen und auf dem kürzesten Weg zur Einsatzstelle zu geleiten. Auch das habe reibungslos funktioniert; der Notarzt sei schnellstmöglich am Ort gewesen.

Eigene Ärzte seien abends nicht mehr verfügbar, so Mätschke: Die Werksärzte arbeiteten von 7.30 bis 17 Uhr; danach vertraue man dem Klinikum.