Leverkusen – Mit einer möglichst großen Spende wollen die Mitarbeiter von Currenta und Tectrion den Angehörigen ihres tödlich verunglückten Kollegen helfen: Die Betriebsräte des Chempark-Betreibers und des Werkstatt-Betriebs haben jetzt dazu aufgerufen, die Familie von Michael van B. zu unterstützen. „Keiner von uns kann sich vorstellen, welche schwere Zeit über die Angehörigen, insbesondere seine Eltern und die Lebensgefährtin nun hereingebrochen ist“, schreiben die Betriebsräte Detlef Rennings, Marco Sandri und Theodor Baikowski: Der Unfalltod habe das Leben der Angehörigen „aus den Angeln gehoben“. Das Spendenkonto ist bis Montag, 30. November, geöffnet. Am Donnerstag war die Trauerfeier für den Verunglückten. Unter großer Anteilnahme der Kollegen.
Schwerste Verbrennungen
Vor zwei Wochen hatte der Monteur schwerste Verbrennungen erlitten: Aus einem Kessel, in dem sonst ein Silikon-Vorprodukt hergestellt wird, schoss plötzlich eine Stichflamme. Die Anlage in einem Betrieb des Silikon-Spezialisten Momentive war abgestellt; Michael van B. sollte sie warten. Es schien wie eine routinemäßige Aktion, wie es sie täglich überall im Chempark gibt.
Vier Kollegen, die in der Nähe standen und den Unfall mitansehen mussten, begaben sich in die Obhut eines Psychologen, der ihnen helfen sollte, das Geschehen zu verarbeiten. Auch die Familie des Monteurs wurde psychologisch betreut. Die Ärzte im auf Verbrennungen spezialisierten Klinikum Köln-Merheim konnten indes nicht mehr viel ausrichten. Vier Tage nach dem Unfall verstarb Michael van B. im Krankenhaus – er wurde 51 Jahre alt. Die Ursache für den schlimmen Arbeitsunfall sei noch nicht gefunden, hieß es am Donnerstag aus dem Chempark. Die Ermittlungen dauern an; Momentive hat dazu Spezialisten aus den USA eingeflogen, um das tragische Geschehen zu ergründen. (tk)
