Die Manforter Stixchesstraße ist für alle schwierig: für Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und auch für Anwohner. Die Stadt testet kleine Verbesserungen.
Zu viele AutosDie gefährliche Stixchesstraße in Leverkusen soll sicherer werden

Stixchesstraße: Diese fest verschraubten Sichtzeichen sollen Autofahrer daran hindern, auf den Bürgersteig zu fahren.
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Die Anwohner der Stixchesstraße in Manfort hatten immer ein Problem mit zu vielen Autos. Trotz Parkplätzen an einer Seite, mit denen der Autoverkehr gebremst wird, scheinen viele die unbequem zu fahrende Straße als Abkürzung zur Autobahn zu nutzen, obwohl es den gut ausgebauten Moosweg als Verbindung gibt. Selbst Navigationsgeräte sollen laut einer Mitteilung der Stadtverwaltung die Autos über die Stixchesstraße zur Autobahn leiten. Eine Sache hat sich in den letzten Jahren verschärft, weil Autos immer breiter geworden sind: Die überwiegende Zahl der Autofahrer kommt an den Engstellen nicht aneinander vorbei. Statt zu warten, weichen einige dem Gegenverkehr aus, indem sie mit zwei Rädern auf den Fußweg ausweichen. Das ist natürlich verboten.
Die Leverkusener Stixchesstraße ist eine Wohnstraße
Die Stadt Leverkusen hat jetzt einen Versuch begonnen und am 8. Juli 2026 an den gefährlichen Stellen auf dem Bordstein Sichtzeichen angebracht. Das sind kleine Kunststoffplatten, über die die Autofahrer offensichtlich dann doch nicht fahren wollen. Das Problem der Fußwegfahrer könnte damit entschärft sein. Beteiligt waren das Tiefbauamt und die Polizei. Die Wirksamkeit soll langfristig überprüft werden. Die Radfahrer auf dem schmalen Radweg würden durch die Kunststoffplatten nicht behindert, habe man schon beobachtet.
Die Stixchesstraße ist auch eine Wohnstraße und als wichtige Nord-Süd-Verbindung erschließt sie die großen Geschäfte, wie Kaufland und Lidl im Süden der Stadt. Zudem gibt es dort ein Autowaschgeschäft, eine billige Tankstelle und einen Ersatzteilehandel. Hinzu kommen die, die zur Autobahn fahren. Die hohe Belastung durch Autos sei der Verwaltung seit vielen Jahren bekannt.
Für Anwohner muss die Autobelastung auf der Stixchesstraße grausam sein (siehe unten). Um die Lage zu entschärfen, wurde Anfang der 2000er-Jahre der Moosweg als Entlastungsstraße ausgeschildert. Um die Stixchesstraße weiter zu entlasten, wurde die Einfahrt für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen, Anlieger ausgenommen, aus beiden Fahrtrichtungen beschränkt. 2005 führte man ein Tempolimit von 30 ein und zeichnete abschnittsweise Parkplätze ein. Das Autofahren wurde unbequemer, wodurch die Verkehrsbelastung um 2000 Kraftfahrzeuge jeden Tag gesunken ist.
Die Stadt weist darauf hin, dass sie keine Möglichkeit hat, direkten Einfluss auf die Routenvorschläge von Navigationssystemen zu nehmen. Eingeschränkt sei das nur bei Lkw-Navigationssystemen möglich.

An der Einmündung der Stixchesstraße auf die Gustav-Heinemann-Straße gibt es jetzt einen roten Streifen. Hier gab es 2025 drei Unfälle mit Radfahrern, an zweien waren Autos beteiligt.
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Abgesehen von den Sichtzeichen auf den Bordsteinen gibt es eine weitere Neuerung: Der Radstreifen entlang der Gustav-Heinemann-Straße an der Einmündung der Stixchesstraße wurde auffällig rot markiert. Ob’s wirkt, wird man sehen: An dieser Stelle ist es laut Unfall-Atlas vom Bundesamt für Statistik 2025 zu drei Unfällen mit Radfahrern gekommen.
Es gibt weitere schwierige Problemstellen für Radfahrer und Fußgänger, das hat der Fußverkehrscheck Manfort aufgezeigt: etwa am Bushäuschen Baltrumstraße, wo Radfahrer den Wartenden fast über die Füße fahren, oder eine gefährliche Stelle, wo der Radweg vor der Pfeilshofstraße auf die Straße schwenkt.
Stixchesstraße: Woher der Name kommt
Der Name Stixchesstraße dürfte als Straßenname einmalig in Deutschland und der Welt sein, das zeigt eine kurze Recherche. Der Name geht auf alte Flurbezeichnungen in der Heide im Süden des Willy-Brandt-Rings zurück, die Stixchesbusch oder Stixgen heißen. Es klingt wie Stöckchen. Obwohl gleich ausgesprochen, hat Stix nichts mit dem griechischen „Styx“ zu tun, so heißt in der komplizierten griechischen Mythologie ein Fluss der Unterwelt, Grenze zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich. Auf Deutsch „Wasser des Grauens“. (rar)
