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Bundesjugendspiele in Leverkusen-Rheindorf17 Schüler an Gesamtschule kollabiert – offenbar kein kostenloses Wasser

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Mehrere Rettungswagen waren an der Rheindorfer Gesamtschule im Einsatz.

Rheindorf – Beim Sportfest der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Leverkusen-Rheindorf gab es am Freitagmorgen einen Großeinsatz von Rettungskräften. Auf dem Schulhof traten die Schüler der Klassen 5 bis 9 in verschiedenen Disziplinen wie Laufen gegeneinander an. Die sportliche Aktivität in der Sonne machten einigen Kindern allerdings schwer zu schaffen. 17 Mädchen und Jungen klagten über Atem- und Kreislaufbeschwerden. Sie wurden vorsorglich zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.

Neun Kinder wurden vorsorglich zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht, zwei von ihnen mussten wegen Flüssigkeitsmangel behandelt werden. Die anderen acht Kinder wurden in einem klimatisierten Bus der Feuerwehr auf dem Schulhof versorgt, bis sie von den Eltern abgeholt wurden.

Wirklich dramatisch sei der Zustand der Betroffenen aber nicht gewesen, so Wolfgang Montag, Einsatzleiter der Feuerwehr. Von Feuerwehr und Rettungsdienst waren  36 Einsatzkräfte vor Ort, die Polizei eilte mit sechs Beamten gegen 10.40 Uhr zur Schule an der Deichtorstraße. Polizeihauptkommissar Ulrich Kopka, Chef des Wachdienstes in Leverkusen, schaute sich die Lage persönlich an, „weil es um Kinder geht“. Vermutlich hätten die Betroffenen zu wenig getrunken.  Die Leichtverletzten seien von den Sanitätern  in die Kategorie „Grün“ eingeordnet worden, erklärte Kopka: „Das heißt, das Wichtigste ist, die Kinder zu beruhigen, mit ihnen zu reden und Präsenz zu zeigen.“

Sichtlich mitgenommen äußerte sich Schulleiterin Anette May zu den Vorkommnissen. Wegen der angekündigten hohen Temperaturen habe die Schule den Eltern am Donnerstag mitgeteilt, dass das Sportfest statt um 13 Uhr möglicherweise bereits um  11 Uhr enden werde. Außerdem sei auch in der Schulpflegschaftssitzung am Dienstag mit den Eltern-, Schüler- und Lehrervertretern über das Sportfest gesprochen worden. „Ich habe darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Kinder in den Pausen im Schatten oder im Schulgebäude aufhalten sollen, dass sie an Sonnenmilch und Kopfbedeckungen denken und natürlich ausreichend trinken.“

Kein kostenloses Wasser für die Schüler

Elternvertreter hätten zudem während des Sportfests auf dem Schulhof Wasser und Snacks bereit gestellt. Neben diversen Lehrern waren auch die Oberstufenschüler als Helfer  beim Sportfest im Einsatz. Einige der älteren Schüler beklagten, dass die Schule das Mineralwasser nicht kostenlos zur Verfügung gestellt habe. „Es haben nicht alle Kinder Geld dabei, um sich Getränke zu kaufen“, kommentierte ein Oberstufenschüler die Vorfälle. Laut Polizei sei die Bezirksregierung informiert. Die Behörde werde prüfen, ob die Schule ihre Aufsichtspflicht verletzt habe.

Kritik bei Facebook an Sportfest bei Hitze

Viele fragen sich anscheinend nach der Meldung, warum überhaupt bei diesem Wetter ein Sportfest veranstaltet wird. "Wie kann man auch so dämlich sein und die Kinder bei solchen Temperaturen sportliche Aktivitäten machen lassen?", schreibt Joana W. auf der Facebook-Seite des "Leverkusener Anzeiger", "ist mir unverständlich."

Ähnlich äußert sich auch Sabine S.: "Hauptsache, Sport wird durchgezogen... Den Sportlehrer von heute fehlt es an Fingerspitzengefühl und Empathie." (ksta)