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Aktion mit Graffitikünstler in LeverkusenSchlebuscher Kinder verschönern Brücke

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Einmal die Hand in die Farbe legen und dann fest an den Brückenpfeiler drücken. Imke Hofmann zeigte den Kindern der Kita Morsbroicher Straße, wie sie die Straßenkunst ergänzen konnten. 

Leverkusen – Wenn der Ausblick von einem Kindergarten schon auf die Beton-Unterseite einer Brücke fällt, dann sollte diese wenigstens ansprechend bunt gestaltet sein und nicht von anonymen Sprayern besudelt. Das zumindest fanden die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) und haben diesem Motto folgend in dieser Woche eine Aktion in Schlebusch gestartet, um die Unterseite der Radfahrer- und Fußgängerbrücke des Auerwegs über den Karl-Carstens-Ring künstlerisch farbenfroh zu gestalten – und haben dabei die Kinder der Kita Morsbroicher Straße nebenan mit einbezogen.

Denn sie durften – nachdem der Kölner Graffitikünstler Tran Nguyan, der in Leverkusen schon einige öffentliche Flächen gestaltet hat und eng mit dem Haus der Jugend in Opladen zusammenarbeitet, die Flächen bemalt hatte – ihre Hände in Farbe tauchen und dessen knallbunte Werke an den Betonträgern der Brücke mit ihren kleinen ebenso bunten Handabdrücken verzieren. Ein Spektakel, an dem alle Kinder der Einrichtung beteiligt waren und zumeist auch großen Spaß zu haben schienen.

Früher hieß er noch Ostring

Eine Raupe, eine Schlange und kleine Häuser zieren nun die Pfeiler östlich des Karl-Carstens-Rings, der beim Brückenbau 1971 noch Ostring hieß. Auf der westlichen Seite, in Richtung Schloss Morsbroich, hat Tran Nguyan künstlerische Freiheit, die dortigen Pfeiler nach seinem Gusto zu gestalten.

An vielen Stellen im Stadtgebiet hat er schon seine „Handschrift“ hinterlassen, oft mit von ihm angeleiteten Jugendgruppen. Zu sehen sind sie beispielsweise neuerdings an der Kölner Straße in Opladen gegenüber von McDonald’s, innerhalb der Fußgängerbrücke über den Willy-Brandt-Ring in Höhe der Heymannstraße oder an der Brücke der Freiheitsstraße am Europaring.

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Jetzt schlängelt sich eine Schlange unter der Auerweg-Brücke an der Kita Morsbroicher Straße her - zur Freude der Kinder.

Im aktuellen Fall am Auerweg hatte Mehtap Vahab die Idee mit den Graffiti gehabt. Die Tochter der Bauingenieurin von den TBL, die selbst für die Sanierung der Brücke über den Karl-Carstens-Ring verantwortlich war, besucht die Kita daneben. Und die künstlerische Gestaltung von Flächen, die manche zum Beschmieren oder zu weniger talentierter Verzierung herausfordern, hat sich in Leverkusen bewährt. Meist wird sie respektiert und nicht verunstaltet oder beschädigt, weiß nicht nur Klaus Timpert, stellvertretender Vorstand der TBL.

Geld zur Verfügung gestellt

Dennoch hat er sich in diesem Fall ein politisches Votum der für Schlebusch zuständigen Bezirksvertretung III eingeholt, die dafür zusätzliches Geld zur Verfügung gestellt hat: 2500 Euro für die Grundreinigung des Bauwerks und weitere 2500 Euro für die Materialkosten.

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Die Kinder haben ihren Job unter individueller Anleitung von Imke Hofmann in kurzer Zeit erledigt, Tran Nguyan wird noch ein paar Tage zu tun haben. Dann ist die Brückenverbindung am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium von Schlebusch zum Museum Morsbroich ein Farbfleck in der Landschaft. Zumindest von unten.