Die Stadt Leverkusen hat eine positive Bilanz zum abgelaufenen Jahr bei der Tafel der Dinge gezogen. Die soll analog zu den Essenstafeln Menschen mit wenig Geld ermöglichen, sich Gegenstände zu leisten. Knapp 9.000 Menschen haben Dinge des alltäglichen Lebens gespendet, die gingen an 17.000 nachweislich hilfebedürftige Personen. In der Regel seien das neben älteren Menschen Frauen mit kleinen Kindern, heißt es von der Stadtverwaltung.
Die Tafel der Dinge wurde im Auftrag des Stadtrats eingeführt und ist bei der stadteigenen Jobservice Beschäftigungsförderung gGmbH (JSL) angesiedelt. JSL-Leiter Thomas Schorn sieht sein Ziel erreicht: Hilfesuchende Menschen vor Ort unterstützen, Müll vermeiden, CO2-Emissionen durch kurze Transportwege reduzieren und letztlich auch zur Entlastung des städtischen Haushalts beitragen, bilanziert er.
Leverkusen: Weggeben statt wegschmeißen
„Die Tafel der Dinge ist gelebte Nachhaltigkeit“, unterstreicht Umwelt- und Sozialdezernent Alexander Lünenbach. „Weitergeben statt wegwerfen – jeder und jede kann dieses einfache Prinzip im Sinne der Nachhaltigkeit unterstützen.“
Pia Wimmershoff, Disponentin des Hilfezentrums, betont die besondere Ausrichtung als Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt der JSL für zuvor lange Zeit arbeitssuchende Menschen in Leverkusen: „Diese Personen erhalten hier im Rahmen sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse die Chance zur praxisgerechten Qualifizierung in der Annahme, Sortierung, Lagerhaltung und Warenausgabe mit dem Ziel der Vermittlung in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis des ersten Arbeitsmarktes.“
Alle Informationen rund um aktuelle Sachspendenbedarfe, Sachspendenausgaben und Öffnungszeiten sind jederzeit im Internet abrufbar unter www.joblev.de/hilfezentrum-tafel-der-dinge/tafel-der-dinge.

