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150. Geburtstag AdenauersCDU Leverkusen gedenkt des ersten Bundeskanzlers

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Vier Menschen stehen neben einer Büste.

Gedachten des ersten deutschen Bundeskanzlers: Konrad Adenauer jr. (v.l.), Resi Arentz, Ursula Monheim (Ex-Landtagsabgeordnete) und Rüdiger Scholz.

Gemeinsam mit dem Enkel des ersten Bundeskanzlers, Konrad Adenauer, und der Witwe des Künstlers Kurt Arentz gedachten die Christdemokraten des CDU-Politikers.

„Adenauer war ein Politiker, der nicht in Legislaturperioden, sondern Generationen dachte“, erklärte Rüdiger Scholz, Vorsitzender der CDU-Leverkusen und Landtagsabgeordneter, über den ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1949 bis 1963). Die CDU Leverkusen hatte für Montag, 26. Januar, anlässlich des 150. Geburtstags (5. Januar 1876) des 1967 verstorbenen Adenauers zur Gedenkstunde eingeladen.

Gemeinsam mit dem Enkel Adenauers, Konrad Adenauer Jr., und der Witwe des Künstlers Kurt Arentz, der eine Büste von Adenauer und Charles de Gaulle zum 40-jährigen Jubiläums des deutsch-französischem Vertrag gefertigt hatte, trafen sich CDU-Mitglieder am Konrad-Adenauer-Platz in Manfort, wo die Büste steht, um des ersten Kanzlers zu gedenken und aus erster Hand aus seinem Leben zu erfahren. 

Die Köpfe hat er gut getroffen, das sage ich als jemand, der ihn getroffen hat.
Konrad Adenauer jr.

Zu Beginn begrüßte Rüdiger Scholz die anwesenden Besucher, ausdrücklich die Familie Arentz und den Enkel Adenauers. Konrad Adenauer Jr. sagte über das Werk des verstorbenen Künstlers: „Die Köpfe hat er gut getroffen, das sage ich als jemand, der ihn getroffen hat“, scherzte der Enkel. 

In seinem Redebeitrag lobte Adenauer seinen Großvater als einen Herrn, der immer Würde ausgestrahlt habe. Er berichtete aus seinem Leben als Enkel des ersten deutschen Bundeskanzler und von seinen Erinnerungen mit ihm. Er teilte unter anderem mit, dass die beiden gemeinsam ihren Namenstag gefeiert hatten, und ermöglichte Einblicke in das Familienleben des ehemaligen Kölner Oberbürgermeisters in Rhöndorf. 

Als Politiker, so Adenauer Jr., sei der Fokus auf seinen Großvater groß gewesen, er freue sich, dass viele Menschen heute seiner gedenken. Scholz ergänzte, Adenauer bliebe als ein Mensch in Erinnerung, der vieles im Amt geschafft habe. Schon als Oberbürgermeister von Köln habe er sich für große Anliegen eingesetzt, das Dritte Reich mutig überdauert und dann als Bundeskanzler seinen Einsatz fortgeführt. „Er hatte Bestand“, ergänzt der Leverkusener CDU-Parteichef. 

Adenauer war laut den Erzählungen seines Enkels ein Familienmensch, zumindest musste er das sein. Mit sieben Kindern und über 20 Enkelkindern hatte Adenauer nämlich eine ziemlich große Familie.

Das Leben Adenauers aus erster Hand

Auch Rüdiger Scholz hatte einige Worte über den ehemaligen Kanzler. Er berichtete, er könne sich nicht an ihn als Politiker erinnern, da er bei seinem Tod zu jung gewesen ist. Er könne sich aber erinnern, dass die Schulen an seinem Bestattungstag geschlossen gewesen seien und daran, dass er im Fernsehen dem Staatsbegräbnis zugesehen habe.

Bequemlichkeit habe Adenauer gehasst, er sei mutig gewesen. Er nahm Risiken auf, schon damals als er unter der Nazi-Herrschaft in Deutschland weiterlebte. Er wurde verfolgt, schikaniert, für eine Weile sogar verhaftet. Doch der ehemalige Oberbürgermeister von Köln überlebte auch diese Zeit und schaffte es später an die Spitze der neuen Bundesrepublik, als erster Bundeskanzler.