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AuszeichnungDamit hat sich das Leverkusener Naturgut ein weiteres Gütesiegel verdient

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Lars Dietrich, Marianne Ackermann und Carolin Maus mit dem neuen Siegel vor dem Naturgut Ophoven.

Lars Dietrich, Marianne Ackermann und Carolin Maus mit dem neuen Siegel vor dem Naturgut Ophoven.

Das Naturgut Ophoven wird erneut als „Einrichtung für Bildung nachhaltiger Entwicklung“ zertifiziert – und plant neue Kurse.

17 Ziele formuliert die deutsche Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Dabei geht es um den Schutz von Lebewesen und Natur, aber nicht nur. „Auch Armutsbekämpfung, Gleichberechtigung und hochwertige Bildung sind wichtige Ziele auf dem Aktionsplan“, erklärt Lars Dietrich, stellvertretender Leiter des Naturgut Ophoven. 

Wissen an die Hand geben

Seit vielen Jahren beteiligt sich das Naturgut als „Einrichtung für Bildung nachhaltiger Entwicklung“ (BNE) an der Vermittlung dieses Wissens vor allem an Kinder und Jugendliche. „Bildung für nachhaltige Erziehung will keine Werte oder Lebensweisen aufzwingen“, erklärt Dietrich. „Sondern das Wissen an die Hand geben und die Kompetenz entwickeln, um selbst beurteilen und gestalten zu können.“  Auch Carolin Maus, Leiterin des Fachbereichs Schulen, betont: „Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein wichtiger Schlüssel zur Gestaltung einer lebenswerten Zukunft.“

Nach einem aufwändigen Zertifizierungsprozess hat das Naturgut Ophoven nun für weitere drei Jahre das Zertifikat als BNE-Einrichtung erhalten. Noch hängt es nicht neben an den anderen Auszeichnungen und der Hochwassermarke am Eingangstor zu der historischen Burg. „Das Schild ist noch auf dem Postweg“, sagt Marianne Ackermann, die stattdessen einen Ausdruck zum Pressetermin mitgebracht hat. „Wir sind sehr stolz, dass wir es wieder geschafft haben, die Gutachtenden von unserer Arbeit zu überzeugen“, sagt die 1. Vorsitzende des Fördervereins. 

Die Brennnessel ist eine Wunderpflanze des Gartens
Hans-Martin Kochanek, Leiter Naturgut Ophoven

Denn es sei keineswegs so, dass man die Unterlage von vor drei Jahren noch einmal herausholen und einreichen könne. „Wir müssen ohnehin jedes Jahr einen Jahresbericht vorlegen, darin muss auch immer genannt werden, woran wir arbeiten, was wir verbessern oder neu machen wollen“, erklärt Ackermann. Und das werde von den Prüfern dann auch eingefordert. So hat das Naturgut-Team zum Beispiel zwei neue Unterrichtsinhalte erarbeitet: Erst-und Zweitklässler sollen künftig „Tiere und ihre Superkräfte“ erforschen können. Und dabei ihre eigenen Superkräfte entdecken. „Das Eichhörnchen zum Beispiel kann Bäume pflanzen“, gibt Ackermann einen Einblick in das Thema. Ein zweiter neuer Workshop dreht sich um die Brennnessel. „Die haben die meisten ja nicht so gerne im Garten, aber eigentlich ist sie eine Wunderpflanze“, sagt Hans-Martin Kochanek, der Ende März als Leiter des Naturguts aufhört. 

Direkte finanzielle Auswirkungen hat die erneute Zertifizierung nicht für das Naturgut. „Aber wenn wir das Siegel nicht wieder bekommen hätten, hätte das Auswirkungen gehabt“, sagt Dietrich. Denn nur mit Zertifikat kann das Naturgut als BNE-Regionalzentrum geführt und gefördert werden. Und davon profitieren im Jahr rund 30.000 Kinder und Jugendliche, die teilweise aus der ganzen Region kommen, um im Leverkusener Naturgut mehr darüber zu erfahren, was sie zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen können.