Die Wiesdorfer Begegnungsstätte „Einfach da“ feierte ihr Sommerfest am Marktplatz.
„Einfach da“Begegnungsstätte feiert Sommerfest am Wiesdorfer Marktplatz

Die Wiesdorfer Begegnungsstätte „Einfach da“ feierte ihr Sommerfest am Marktplatz.
Copyright: Semih Kaya
„Einfach da“, die Begegnungsstätte der katholischen Kirchengemeinde St. Stephanus, feierte am Samstag ihr Sommerfest auf dem Wiesdorfer Marktplatz. Seit 2014 ist „Einfach da“ aktiv. Birgit Lennarz ist von Anfang an dabei, 15 Menschen gehören heute zum „Einfach da“-Team. Sie bieten – möglichst niederschwellig – Menschen eine Gemeinschaft an. In der Begegnungsstätte können sie sich unterhalten und an unterschiedlichen Aktivitäten beteiligen.
Neben einer Tombola, bei der jedes Los gewann, einem alkoholfreien Getränkestand und einem Malangebot für Kinder bot auch die Handarbeitsgruppe der Begegnungsstätte ihre Arbeitsergebnisse gegen Spende an. Die Gruppe strickt und näht vor – allem Kleidung für Kinder. „Der Erlös wird an das Kinderhospiz gespendet“, erklärte Renate Raftopoulos, die bei der Handarbeitsgruppe aktiv ist. Die Kleidung komme vor allem auch Menschen zugute, die sich nicht viel leisten können, so Raftopoulos.
Es war einmal eine Dame hier, die verwitwet war und in der Begegnungsstätte einen Anschluss gefunden hat.
Für die Tombola hatten Unternehmen aus Leverkusen und der Umgebung gespendet, erklärt Uwe Bartels, der sich ehrenamtlich in der Begegnungsstätte engagiert. Er freute sich, dass die Menschen auf dem Sommerfest auch längere Zeit blieben und sich miteinander unterhielten.
Birgit Lennarz ist Ansprechpartnerin für die Begegnungsstätte, sie erklärte, dass viele Menschen niemanden haben, mit dem sie ihre Zeit verbringen könnten. Genau da greife das Angebot der Begegnungsstätte ein, denn sie sei „Einfach da“, mitten in der Stadt, für alle zugänglich. Lennarz erinnert sich dabei an einen schönen Fall aus ihrem Ehrenamt: „Es war einmal eine Dame hier, die verwitwet war und in der Begegnungsstätte einen Anschluss gefunden hat.“
Sichtbarkeit für die Angebote schaffen
Für Lennarz ist „Einfach da“ ein Angebot, das Sichtbarkeit brauche. Genau das sei auch das Ziel des Sommerfestes: Man kann sich mit Ehrenamtlichen und Teilnehmenden der Gruppen unterhalten und sich über die Angebote von „Einfach da“ informieren. „Es soll ein Bewusstsein für ‚Einfach da‘ geben“, wünscht sich Lennarz.
Auch Wolfgang Ohlendorf, der sich seit 2016 in der Begegnungsstätte engagiert, freute sich über das Sommerfest. „Man lernt neue interessante Leute kennen und es macht auch Spaß“, erzählte Ohlendorf über sein Ehrenamt. Damals war er über die ehemalige Computergruppe zu der Begegnungsstätte gekommen, obwohl es die Gruppe nicht mehr gibt, helfe er trotzdem aus, wenn Menschen in dem Gebiet Hilfe brauchen.
Das Angebot der Begegnungsstätte hilft Menschen, die oftmals auf sich gestellt sind. Lennarz erklärt, „Einfach da“ sei ein Ort, bei dem Menschen einfach die Möglichkeit haben, nach Hilfe zu fragen. Neben der kirchlichen Trägerschaft hat die Begegnungsstätte auch einen eigenen Förderverein.
