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Sechs Jahre nach InbetriebnahmeFeuerwehr Leverkusen plant Erneuerung der IT

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Hauptfeuerwache Feuerwache Rettungswache an der Edith-Weyde-Straße Bild: Ralf Krieger

In der oberen Etage Hauptfeuerwache an der Edith-Weyde-Straße sitzt die Leitstelle. Die Feuerwehr will ihre Server und IT erneuern. Für über eine Million Euro.

Die Computer seien zu alt, man befürchtet Ausfälle der Serverinfrastruktur.

Die Leverkusener Feuerwehr benötigt nach eigenen Angaben einen komplett neuen Satz Computer und Software für ihre Leitstelle an der Edith-Weyde-Straße. Die Kosten für neue Computer steigen derzeit allgemein stark. Deshalb rechnet man mit einer Ausgabe von gut über einer Million Euro. Die Politik gab ihr Okay dafür, dass die Verwaltung bis zu der Höhe freie Hand bei der Beschaffung bekommen soll. Der Rat stimmte diesem Anliegen der Feuerwehr in nicht öffentlicher Sitzung zu.

Die Leitstelle in der Feuerwache an der Edith-Weyde-Straße wurde mit Verzögerung erst nach 2020 komplett in Betrieb genommen. Als Feuerwehrwagen schon in den neuen Garagen im Kurtekotten standen, musste  die Leitstelle noch in der alten Feuerwache an der Stixchesstraße weiterbetrieben werden. Als Grund für die Verzögerungen galt damals die komplexe Technik, die erst noch getestet werden musste. Welcher Art die Probleme waren, ist öffentlich nicht erklärt worden. Die Feuerwehr gehört zur kritischen Infrastruktur. Um Angriffen von außen vorzubeugen, wurden technische Details zurückgehalten.

Austausch der IT-Infrastruktur

In einer Unterlage, die dem „Leverkusener Anzeiger“ vorliegt, wird erklärt, weshalb der komplette Austausch notwendig sei: Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) gebe einen Austausch der Hardware nach drei bis fünf Jahren vor. Die Leverkusener Computer liefen inzwischen im sechsten Jahr. 

Das gesamte System Leitstelle bekommt eine neue Hardware. Das kennen viele Computernutzer: Neue Software erfordert in der Regel leistungsfähigere Hardware. Zudem seien neue Standards vorgeschrieben, wie die automatisierten Notrufe bei Autos nach Unfällen oder neue Kommunikationsstandards bei Handychats. Die Software-Upgrades dafür könnten teilweise nicht mehr auf den laufenden IT-Komponenten der Leitstelle Leverkusen installiert werden, schreibt die Feuerwehr. Neue Funkgeräte gehören offenbar auch zum Paket. Neue Software schlägt nur mit einem vergleichsweise geringen Betrag zu Buche.

Die Feuerwehr spricht von einer Hardwareerneuerung. Zum Problem wird dabei, dass die Preise für Mikrochips und Bauteile derzeit einer kaum vorherzuberechnenden Preissteigerung unterliegen. Als Gründe werden der KI-Boom und die Kriege im Iran angegeben.