Die Schulkonferenz hätte einen Neubau bevorzugt und fordert nun, dass der Standort Elbestraße förderschulgerecht umgebaut wird.
Neubau bevorzugtLeverkusener Förderschule nimmt zu Umzug Stellung

Die Förderschule an der Wupper soll Opladen verlassen.
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Die Schulkonferenz aus Mitarbeitenden, Eltern und Schülern der Schule an der Wupper hat auf Anfrage zu den Umzugsplänen von Opladen nach Rheindorf Stellung genommen. „Aus pädagogischer Sicht hätte sich die Schule an der Wupper einen Neubau am bisherigen oder an einem alternativen Standort gewünscht“, schreibt Schulleiterin Anja von Hebel. Damit hätte man die Möglichkeit gehabt, „die besonderen räumlichen Anforderungen einer Förderschule von Beginn an passgenau umzusetzen“. Die Schulgemeinschaft freue sich aber darüber, dass die Stadt den räumlichen Notstand und die baulichen Mängel des bestehenden Schulgebäudes anerkennt und jetzt schnelle Abhilfe schaffen will. Auch die angespannte Haushaltslage der Stadt erkenne man an.
Bedenken wegen Fahrtwegen
Entscheidend sei nun aus Sicht der Schule, dass der neue Standort Elbestraße förderschulgerecht ertüchtigt wird. „Dazu gehören insbesondere geeignete Klassen-/ Differenzierungs- und Fachräume, Rückzugsräume, eine kindgerechte und sichere Gestaltung der Außenflächen und Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige ganztägige Betreuung“, stellt die Schulkonferenz klar. Dazu fordert sie eine verbindliche Einbindung in alle Phasen der Planung um Umsetzung.
Bedenken von Elternseite gebe es vor allem wegen der veränderten Anfahrtswege und -zeiten. Die Schülerschaft der Förderschule kommt aus dem gesamten Leverkusener Stadtgebiet. „Die Sicherstellung einer funktionierenden Schülerbeförderung ist damit ein wesentlicher Bestandteil einer gelungenen Standortverlagerung“, heißt es in dem Schreiben.
Unterdessen widerspricht die Stadt der Aussage, dass die Leverkusener Immobiliengesellschaft Levi nicht in die Planänderungen einbezogen gewesen sei. Nach einer ersten Andeutung in der Ratssitzung am 27. Oktober sei Levi-Geschäftsführer Björn Krischick in einem Telefonat am 30. Oktober umfassend informiert worden. Am 31. Oktober habe ein lange geplanter Termin zu dem Themenblock stattgefunden, am 9. Dezember schließlich sei das Konzept in einem gemeinsamen Termin mit den Fachbereichen Schulen und Gebäudewirtschaft, Dezernent Marc Adomat und Oberbürgermeister Stefan Hebbel vorgestellt worden. Das vorgestellte Vogehen habe die Zustimmung von Herrn Krischick gefunden, schreibt die Stadtverwaltung. Im Gespräch mit dieser Zeitung hatte Sprecher Julian Frohloff gesagt, die Levi sei „an dem Vorgang aktuell nicht beteiligt“.

