Das historische Bahnhofsdach in Manfort soll 1915 gebaut worden sein, dennoch war es gut in Schuss.
GeneralsanierungDas Manforter Bahnhofsdach in Leverkusen fiel innerhalb weniger Stunden

Der Bahnhof Manfort, ehemals Bahnhof Schlebusch, wurde innerhalb weniger Stunden am Dienstag, 24. Februar 2026 zerlegt.
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Es soll kaum zwei Stunden gedauert haben, bis das alte Holzdach des Bahnhofs Manfort, der vormals für 154 Jahre falsch Bahnhof Schlebusch genannt worden war, am Morgen in Einzelteilen auf dem Bahnsteig lag. Mit Baggern war es wohl ein Leichtes, die Balken aus Fichtenholz innerhalb kürzester Zeit zu zerkleinern. Das innen weiß gestrichene Holzdach war einfach konstruiert; dennoch war das Dach nicht schmucklos: Das einfache Material Holz und die Schnitzereien an den Balken waren ein deutliches Zeichen, dass es aus einer anderen Zeit kam.

In der Nacht vom 8. Februar war zum letzten Mal das Licht an. Das historische Dach des Bahnhofs Manfort fiel jetzt bei der Generalsanierung der Eisenbahnstrecke Köln-Hagen.
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Das Dach soll über 100 Jahre alt gewesen sein, und man musste sich wundern, dass es vergleichsweise gut erhalten war: Faule Stellen oder andere Schäden waren an dem Dach nicht zu sehen, gedeckt war es mit Dachpappe. Grundsätzlich ist die Stadt Leverkusen arm an alter Bausubstanz – und jetzt noch ärmer.
Es war der Wunsch von Bezirkspolitikern, wenigstens einen Teil des Dachs zu retten und an anderer Stelle wiederzuverwenden, andere sprachen sich überhaupt für den Erhalt des Dachs aus. Daraus wurde nichts, die Idee wurde auch nicht mit Nachdruck verfolgt und die Bahn baut in ihren Bahnhöfen in der Regel standardisierte Dächer und Einbauten ein.
Der Bahnhof soll während der Generalsanierung grundlegend erneuert werden.

