Leverkusen – Die Kontroverse um die Millenniums-Eiche hat das Potenzial, zu einem Symbol der Verkehrswende zu werden: Für die Kapazitätserweiterung des Kreisverkehrs für Autos soll der Baum gefällt werden.
Am Freitagnachmittag versammelten sich neun Frauen von den Leverkusener „Parents for Future“ auf dem Kreisverkehr an der Rennbaumstraße, um eine Mahnwache abzuhalten. Zwar hielten sich die Frauen im Kreis an der Eiche auf, aber viele Autofahrer bremsten, um zu sehen, was da los ist und um die Plakate lesen zu können. Etwa das: „Keinen Meter mehr für klimaschädlichen Verkehr“. Der Autoverkehr kam schon bald etwas ins Stocken, auf drei Zufahrten zur Kreuzung stauten sich Autos, etwas mehr als an einem normalen Freitagnachmittag. Die Aktion war angemeldet, anfangs stand ein Polizeiwagen am Kreisel.
Viele solidarisch, einige nicht
Viele Autofahrer zeigten sich solidarisch, andere aber nicht: Einige gaben extra viel Gas und zeigten mit Gesten, dass sie nicht einverstanden waren, besonders als die Polizei nicht mehr vor Ort war. Die Parents for Future bereiten einen politischen Antrag zur Sache vor, den sie in den Rat einbringen wollen. (rar)
