Beim Cybertrade Fraude werden Opfer mit gefälschten Promi-Videos geködert. Opfer überweisen unter falschen Annahmen viel Geld.
TrickbetrügerPolizei stellt Täter in Leverkusen und warnt vor hohen Gewinnversprechen

Eine ältere Dame nimmt in ihrer Wohnung ein Telefongespräch an (Symbolfoto).
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Zivilpolizisten haben am Freitag, 9. Oktober, einen Trickbetrüger gestellt, der einen vierstelligen Geldbetrag bei einem Senior abholen wollte. Der Zugriff gelang dank Angehörigen des alten Mannes, die den Versuch eines Betrugs vermuteten und die Polizei alarmierten. Ein Richter erließ für den Verdächtigen am Samstag Haftbefehl.
Nach Angaben der Polizei geht es bei dem Fall um Cybertrade Fraude, also einen Betrug mit Hilfe angeblicher Internetgeschäfte. Dabei werben Prominente in gefälschten Talkshow-Videos im Internet für lukrative Geldanlagen. Über einen Link im Video werden Betrachter aufgefordert, ihre Telefonnummer zu hinterlassen. Wer das tut, erhält in der Regel bereits nach wenigen Minuten einen Anruf von einem Betrüger, der seine Opfer zur Zahlung einer Investitionssumme auffordert.
In Erwartung hoher Renditen überweisen Opfer mitunter über einen längeren Zeitraum drei- bis sechstellige Beträge. Das investierte Geld sehen die Opfer in der Regel nie wieder. Eine persönliche Geldübergabe, wie in Leverkusen geplant, stellt bei dieser Masche die Ausnahme dar.
Die Polizei empfiehlt, bei ungewohnt hohen Gewinnaussichten für geringe Beträge misstrauisch zu werden. Anzahlungen an unbekannte Anrufer sollten unbedingt unterbleiben, ebenso wie die Freigabe eines Fernzugriffs auf den PC oder das Handy. Wenn in solchen Internet-Videos Zeitdruck aufgebaut wird, sei das kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Warnsignal. Verbraucherzentralen bieten seriöse Recherchemöglichkeiten zu Anlageplattformen. (ps)
