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Leverkusen-Rheindorf27 Reihenhäuser sollen nahe der Autobahn entstehen

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Insgesamt 27 Reihenhäuser in drei Abschnitten sollen auf diesem freien Feld zwischen der Masurenstraße und der Autobahn 59 gebaut werden.

Leverkusen – 27 zweigeschossige Reihenhäuser in drei Gruppen – ist das der richtige Plan für das bisher freie Feld, das an die bestehende Bebauung nördlich der Muldestraße in Rheindorf grenzt? Die Diskussion währt seit über zwei Jahren und tritt in vielen Aspekten auf der Stelle: Wären Mehrfamilienhäuser hier nicht angebrachter? Muss die weitere Flächenversiegelung am Rande der Siedlung überhaupt sein? Ist die Nähe zur Autobahn – die A59 ist nur 150 Meter entfernt – unter dem Aspekt des Lärmschutzes überhaupt zu verantworten?

Keine Gegenstimmen

Die Meinungen der Kommunalpolitiker gehen da weiterhin auseinander. Dennoch stimmte die große Mehrheit in der für Rheindorf zuständigen Bezirksvertretung I den Plänen am Montagabend zu. Es gab nur zwei Enthaltungen, von der Bürgerliste und der Linken.

Vor allem Erhard Schoofs (Bürgerliste) sieht die Reihenhäuschen, die von der Deutschen Reihenhaus AG, die auch Eigentümerin der Grundstücke ist, als möglichst preisgünstige Eigenheime vermarktet werden sollen, in krassem Widerspruch zu dem Mangel an Sozialwohnungen in Leverkusen. Lieber hätte er dort mehrstöckige Wohnblocks der städtischen WGL gesehen.

Björn Boos (Die Linke) schlug in dieselbe Kerbe, während Uwe Bartels (FDP) die Planung als sehr passend lobte und Rüdiger Scholz (CDU) anerkannte, dass dort auch weniger betuchten Familien die Möglichkeit gegeben werde, Wohneigentum zu erwerben. So heißt der geplante Haustyp denn auch „Familienglück“.

Energiekonzept geändert

Kritik an der begrenzten Klimatauglichkeit des Bauvorhabens kam mehrfach auf. Eine Pellet-Heizung sei da nicht so ideal, befand Max Haacke (SPD), der die Mischung der Wohnformen im Norden Rheindorfs ansonsten für gut befand und die Reihenhaus-Lösung befürwortete. Einige Ausstattungsdetails sind in der Planung nachgerüstet worden. Nun sollen Solarmodule auf die Dächer kommen, alternativ zu den Pellets wird der Einsatz von Kraftwärmepumpen geprüft.

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Nachdem die Träger öffentlicher Belange bereits zur Planung angehört worden sind und in dem Verfahrensschritt keine nennenswerten Bedenken aufgetaucht sind, soll die Planung nun mit der öffentlichen Auslegung in die Bürgerbeteiligung gehen. Die Bezirksvertretung machte nach dem Umwelt- und dem Bauausschuss den Weg dafür frei.