Spender für kostenlose Menstruationsartikel sind im Februar in vier Leverkusen Schulen aufgestellt worden.
TestphaseStadt Leverkusen empfiehlt Änderungen bei Menstruationsartikeln an Schulen

Spender für Menstruationsarikel gab es fünf Monate lang an vier Schulen in Leverkusen. (Symbolbild)
Copyright: dpa
Die Testphase ist vorbei. Fünf Monate lang standen Spender für kostenlose Menstruationsartikel in den Vorräumen der Damentoiletten der Montanus-Realschule, der Gesamtschule Deichtorstraße, der Sekundarschule Neukronenberg und der Lise-Meitner-Schule. Der Rat hatte im Juni vergangenen Jahres den Beschluss gefasst, die Toiletten an weiterführenden Schulen und Jugendeinrichtungen mit kostenlosen Hygieneprodukten auszustatten.
Und die Schülerinnen nahmen das Angebot rege an, teilt die Stadtverwaltung Leverkusen jetzt mit. Allerdings habe die Testphase auch Nachteile mit sich gebracht: Weil die Artikel kostenlos und ungehindert in den Toilettenvorräumen zu entnehmen gewesen seien, seien sie innerhalb eines Tages vollständig aufgebraucht, die Spender müssten ständig nachgefüllt werden.
Verstopfte Toiletten
„Ferner konnte ein unsachgemäßer Gebrauch der Periodenartikel durch die Schülerinnen festgestellt werden“, schreibt die Stadtverwaltung. Das heißt: Schülerinnen hätten feuchte Artikel an die Toilettentüren gehaftet und sie in die Toilette geworfen. Deshalb seien immer wieder Toiletten verstopft gewesen, was wiederum mehr Arbeit zur Folge hatte. Deshalb hätten sich die Spender in den Toiletten nicht bewährt, so die Verwaltung.
Stattdessen, so schlägt die Verwaltung vor, könnten die Spender in den Sanitätsräumen der jeweiligen Schule aufgestellt und die Ausgabe der Artikel gesteuert werden. Oder die Schülerinnen bekommen sie von den Lehrkräften. Die Stadt empfiehlt weiterhin, kostenlose Periodenartikel bereitzustellen, die Ausgabe aber anzupassen. Anfang 2024 berichtet die Verwaltung erneut zu dem Thema.

