„Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ ist das Motto des Dreikönigssingen 2026.
Heilige Drei KönigeSternsinger sammeln in Leverkusen zur Bekämpfung der Kinderarbeit

Auch am Rathaus wird wieder der Segen angebracht werden.
Copyright: Dominik Scholz
In der Zeit rund um den Dreikönigstag am 6. Januar sind wieder die Sternsinger der katholischen Pfarreien in Leverkusen unterwegs. Im Einsatz für benachteiligte Kinder in aller Welt bringen sie mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+26“ in der Nachfolge der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln Spenden für Gleichaltrige in aller Welt.
Die Aktion Dreikönigssingen 2026 steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Als Kinderarbeit bezeichnet man Einkommen schaffende Tätigkeiten, für die Kinder zu jung sind, die sie vom Schulbesuch abhalten und die ihrer Gesundheit und Entwicklung schaden. Ausbeuterische Kinderarbeit verletzt Kinderrechte und ist international verboten. „Wenn Kinder dagegen gelegentlich im Haushalt helfen oder nach der Schule einer zeitlich begrenzten, ungefährlichen Tätigkeit nachgehen, ist das keine Kinderarbeit“, stellt die katholische Kirche klar.
138 Millionen Kinder arbeiten
Die Weltgemeinschaft habe ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen, begründet die Kirche das diesjährige Spendenthema.
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Partnerorganisationen der Sternsinger setzen sich demnach in vielen Ländern dafür ein, Kinder aus Arbeit zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. Sie organisieren Förderkurse, um Kinder wieder einzuschulen und zu verhindern, dass sie die Schule abbrechen. Die Partnerinnen und Partner helfen arbeitenden Jugendlichen, einen Abschluss etwa an Abendschulen zu machen. Sie sensibilisieren Eltern, Gemeinden, Unternehmen und Behörden für Kinderrechte, insbesondere für die Rechte auf Schutz und Bildung. Nur wenn diese Rechte umgesetzt werden, lässt sich der Teufelskreis von Armut, Kinderarbeit und fehlenden Aufstiegschancen durchbrechen.
Bei der letzten Aktion, zum Jahresbeginn 2025, hatten 458 Mädchen und Jungen mit ihren Begleitern in Leverkusen über 132.000 Euro eingesammelt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung für einen Sternsingerbesuch gibt es im örtlichen Pastoralbüro.

