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GrundschuleVerwaltung nennt für Neubau der KGS Burgweg in Rheindorf erstmals Zahlen

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So war der Ausbau der KGS Burgweg in der ersten Fassung geplant worden.

Eigentlich sind die beiden Zahlen für Sanierung und Neubau der KGS Burgweg nur sehr bedingt vergleichbar. Aber im Bauausschuss kamen sie zur Sprache.

Die Sanierung der Katholischen Grundschule Burgweg in Rheindorf schlüge mit etwa 40 Millionen Euro zu Buche. Für Abriss und Neubau der gesamten Schule prognostiziert die Verwaltung hingegen einen Betrag von 47 Millionen. Diese beiden Zahlen nannte Gregor Steiniger, Leiter der städtischen Gebäudewirtschaft, zu später Stunde im Bauausschuss. Steiniger wies die Mitglieder des Ausschusses aber dabei darauf hin, dass diese beiden Zahlen nur sehr bedingt miteinander vergleichbar sind.

Das hatte am gleichen Abend Steinigers Stellvertreterin Andrea Pesch auch im Bildungsausschuss betont. „Man würde da Äpfel mit Birnen vergleichen“, sagte Pesch. Denn für die bis vor Kurzem verfolgte Sanierung und Erweiterung der Grundschule liegt eine abgeschlossene, detaillierte Vorplanung vor. Für den Neubau ist man dagegen bisher über ein geplantes Konzept nicht hinausgekommen.

Da das aber eine wesentlich geringere Planungstiefe ist als für die jahrelang verfolgte Sanierung plus Erweiterung, wollte die Verwaltung die beiden Zahlen bislang in den beteiligten Ausschüssen nicht nebeneinanderstellen – bis Montagabend. Steiniger machte in seinem Vortrag deutlich, dass die Verwaltung trotz der höheren Kosten einen Neubau bevorzugt, zumal der schneller zu realisieren wäre als die Variante I, Sanierung und Erweiterung. Auch Pesch betonte im Bildungsausschuss, für den erwarteten relativ geringen Kostenunterschied würde man bei einem Neubau etwas ganz anderes bekommen. Der neue Schulbau plus ebenfalls neuer Sporthalle würden auch weniger Fläche auf dem Grundschulgelände in Anspruch nehmen, als die Sanierung und Erweiterung des Gebäudebestandes. Die Stadt kommt zu dem Schluss, dass ein kompletter Neubau energetisch und pädagogisch sinnvoller sei.

Eigentlich sei der nächste Planungsschritt für die lange ausbau- und sanierungsbedürftige KGS Burgweg der Baubeschluss, so Pesch. Geplant wird dieser seit 2020, in unterschiedlichen Größenordnungen und mit einem unfreiwilligen Wechsel des Architekturbüros. „Das Thema begleitet uns schon länger“, sagte Pesch. Doch bevor sie jetzt den Baubeschluss vorlege, wolle sie „noch mal einen Schritt zurücktreten und fragen: Ist es nicht sinnvoller, an der Stelle komplett neu zu denken.“

Die Argumentation verfing bei den Politikern im Bau- wie im Bildungsausschuss. Rüdiger Scholz (CDU) begrüßte im Bildungsausschuss Neubaupläne, bat aber darum, den Zeitplan nun wirklich einzuhalten: „Die Situation vor Ort ist wirklich sehr beengt. Nun wurden im Sommer noch Spielgeräte vom Schulhof weggeräumt, um dort Container aufzustellen.“

Sein Fraktionskollege Thorsten Woelki legte sich im Bauausschuss zwar noch nicht so eindeutig fest, betonte aber, die CDU befürworte die Bereitstellung der Mittel für die weitere Planung. Auch Thomas Konrad (SPD) und Claudia Wiese (Grüne) stimmten dem im Bauausschuss zu und erklärten beide, ihre Fraktionen seien für den Neubau der Grundschule.

Für dieses Jahr will die Verwaltung weitere 700.000 Euro und für 2027 weitere eine Million Euro für die Planung bereitstellen. Wenn der Rat sich Mitte Mai für den Neubau entscheidet, könnten die Schulkinder im vierten Quartal 2031 ein neues Schulgebäude betreten.