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Auftritt der JugendkunstgruppenVorhang auf und Manege frei in Leverkusen

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Kinder balancieren in einer Halle auf Rollen, Reifen und Bällen.

Beim Circus „Come Together“ balancierten die Kinder auf Rollen, Reifen und Bällen.

Mit der Abschlussaufführung kommt das Zirkus-Projekt „Come Together“ in diesem Jahr zum Ende.

Vorhang auf und Manege frei – im Zirkus die Akrobatik bestaunen und sich von den Clowns zum Lachen bringen lassen, für Groß und Klein ein besonderes Erlebnis. Aber wie sieht es hinter den Kulissen aus? Das durfte eine Gruppe von Kindern im Rahmen des Zirkus-Projekts „Come Together“ selbst erfahren. Nun folgte zum Abschluss die große Vorstellung vor Familien und Freunden, in der Turnhalle der Leverkusener Jugendkunstgruppen in Küppersteg.

Jonglieren, Balancieren auf Reifen und einer Slackline, gemeinsam Pyramiden bauen – das Programm bei der Abschlussaufführung war vielfältig. Ein paar der Zirkusdarstellerinnen und -darsteller stellten sich auf Scherben oder Nägel, andere brachten das Publikum als Clowns mit lustigen Sketchen zum Lachen. Eine Woche lang durften die Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren in die Welt des Zirkus schnuppern und für die Aufführung am Ende der Woche üben. Mit einigen Nummern sei die Gruppe erst am Vortag fertig geworden, berichtet Volker Becker, der das Projekt als Zirkusdirektor leitete.

Es muss nicht immer alles klappen

Nicht alles klappte einwandfrei, aber das stand auch gar nicht im Mittelpunkt. Die Freude bei der Aufführung war den Darstellerinnen und Darstellern ins Gesicht geschrieben. „Ich hoffe, wir konnten euch ein bisschen Freude bereiten“, so Becker nach dem Auftritt. Das dürfte funktioniert haben, dem tosenden Applaus des Publikums nach zu urteilen.

Im Publikum saß auch Yvonne Klefisch, Sekretärin bei den Jugendkunstgruppen. Auch sie hatte die Gruppe in der Ferienwoche begleitet, vor allem in der Mittagspause habe sie die Kinder erlebt. „Was die jetzt in einer Woche auf die Beine gestellt haben, ist der Wahnsinn“, erzählt Klefisch begeistert. „Die haben gut zusammen harmoniert“, findet sie. Dem schließt sich auch Birthe Metzler, stellvertretende Leiterin der Jugendkunstgruppen, an: „Die Kinder knüpfen Freundschaften.“

Einfach mal machen lassen
Birthe Metzler, Jugendkunstgruppen

Auch zur Völkerverständigung könne das Projekt einen Anteil beitragen, ist sich Metzler sicher. Denn das Zirkus-Projekt richtet sich explizit an Kinder aus Flüchtlingsfamilien und Kinder aus der Nachbarschaft. Es gebe ganz viele Migrantinnen und Migranten in der Stadt, so Metzler, „was gibt es Besseres, als die in einem solchen Kontext zusammenzubringen?“. Verständigungsprobleme – „einfach mal machen lassen“, so Metzler, denn die Kinder bekommen das irgendwie hin.

Das Projekt wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert und war darum für alle Kinder kostenlos. Neben dem Zirkus-Projekt in den Sommerferien gibt es für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 16 Jahren auch während der Schulzeit eine Möglichkeit, hinter die Kulissen des Zirkus zu schauen: Bei einem 14-tägigen Workshop, jeweils samstags von 14.30 Uhr bis 18 Uhr, können die Interessierten in die Welt des Circus Fantastico eintauchen. Das Entgelt liegt bei 50 Euro, das Materialgeld bei 20 Euro, ein Probetraining für alle Interessierten ist im Jugendkunstgruppen-Zentrum, der Turnhalle des Berufskollegs in Küppersteg, möglich.