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„Menschenverachtend“Wie der Rat der Religionen in Leverkusen die Lage in Nahost beurteilt

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Eine Israel-Flagge weht vor dem Leverkusener Rathaus.

Eine Israel-Flagge weht vor dem Leverkusener Rathaus.

Dem Rat der Religionen in Leverkusen gehören christliche, muslimische, jüdische und buddhistische Vertreter an.

Der Rat der Religionen der Stadt Leverkusen, vertreten durch Stadtdechanten Heinz-Peter Teller, äußert sich zur aktuellen Situation in Israel. „Der Terror der Hamas ist menschenverachtend und mit nichts zu entschuldigen. Bis heute sind unschuldige Menschen, Kinder, Alte, Urlauber als Geiseln in ihrer Gewalt“, formuliert der Rat.

Zum Leverkusener Rat der Religionen, der seit 2006 besteht, gehören das Katholische Stadtdekanat, der Evangelische Kirchenkreis, der Rat der Islamischen Gemeinschaften, die Freie Evangelische Gemeinde Leverkusen-Wiesdorf, die Neuapostolische Kirche, der Verein Davidstern und der Buddhistische Verein Zaltho Sangha. Die Gräueltaten, die seit dem 7. Oktober Israel träfen, seien durch nichts zu rechtfertigen und stünden im krassen Widerspruch zu den Grundsätzen der durch den Rat vertretenen Religionsgemeinschaften.

Leverkusener denken auch an Palästina

Weil die Zivilbevölkerung in Israel „unbeschreiblich“ leide und angesichts der Zunahme „feindseliger Aktionen in Wort und Tat auch hier unter uns“, stellt sich der Rat der Religionen an die Seite des jüdischen Vereins Davidstern in Leverkusen.  Man stehe für ein friedliches Zusammenleben in der Gesellschaft und für einen „hinhörenden Dialog“.

„So wenden wir uns geschlossen gegen jede Form antisemitischer Äußerungen und Handlungen.“ Der Rat sagt auch: „Wir denken in gleicher Weise an die palästinensische Zivilbevölkerung, die unter dem Terror der Hamas ebenso leidet, weil viele ihre Heimat verlassen müssen und auf der Flucht sind.“

Die Religionsvertreter appellieren an die Leverkusenerinnen und Leverkusener, „im persönlichen Umfeld durch Worte und Taten antisemitischem Treiben zu widerstehen“. Man wünsche sich eine ernsthafte Suche nach Wegen des Friedens, damit nicht der ganze Nahe Osten in eine kriegerische Auseinandersetzung gerate mit unabsehbaren Folgen für die Menschen dort und auch hier bei uns, schreibt Heinz-Peter Teller.

In Leverkusen war es zuletzt zu verschiedenen Kundgebungen gekommen, auf denen Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen Lebens ihre Solidarität mit Israel bekundet haben. Vor dem Rathaus wurde eine Israel-Flagge auf halbmast gehisst, die allerdings zweimal gestohlen wurde. Der Stadtrat hatte Anfang der Woche eine Israel-Resolution gefasst.