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Leverkusener Parkplatz-StreitBürgersteige bleiben etwas für Bürger

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Sollten Autos Fußgängern Platz wegnehmen? Die Frage ist nun mit "Nein" beantwortet. Jedenfalls in der Waldsiedlung.

Leverkusen – Selten hat ein Politiker so ins Wespennest gestochen wie Georg Wollenhaupt mit seinem Antrag, die Gehwege in der Waldsiedlung für große Autos freizumachen. Der Christdemokrat bekam die geballte Wut all derer ab, die kein SUV besitzen und ob des Volumens dieser Wagen nur schwer einen Parkplatz finden. Oder einfach nicht in der eigenen Einfahrt parken wollen. Sinnlos große Autos verdrängen Kinderwagen und Rollatoren von ihrem Platz – was für ein Symbol in der heißlaufenden Klima-Debatte.

Am Donnerstagabend machte Wollenhaupt dem Spuk ein Ende. In der Bezirksvertretung III zog er seinen Antrag schließlich zurück, nachdem er sich von der Stadtverwaltung hatte belehren lassen. Reinhard Schmitz, der sich in der Bauverwaltung ums Miteinander von Auto, Bus, Fahrrad und Fußgänger kümmert und deshalb für die erwünschte Mobilitätswende in der Stadt sehr viel arbeiten muss, erklärte Wollenhaupt, was Autos auf Gehwegen zu suchen haben: gar nichts, aus heutiger Sicht.

Wollenhaupt war mit dem Rad gekommen

Zuvor hatte Wollenhaupt, der an diesem regnerischen Tag mit dem Rad in die Villa Wuppermann gekommen war, den Kollegen und der Stadtverwaltung seine Beobachtungen mitgeteilt und jede Menge Leverkusener Straßen aufgezählt, in denen Autos auf Gehwegen parken und das auch dürfen.

Regelungen von gestern, hieß es dazu. Was übrigens mittelbar auch mit dem ungebremsten Wachstum von Autos zusammenhänge, erklärte Schmitz: Die Wagen seien oft so groß, dass sie in die markierten Bereiche auf den Gehwegen nicht hinein passten. Und dann war es das mit dem Minimum von 1,20 Meter, das den eigentlichen Gehwegbenutzern bleiben muss. Und: „1,20 Meter sind eigentlich nicht mehr akzeptabel.“ Eineinhalb Meter müssten es schon sein, so Schmitz zum Maß der Dinge.

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So sieht es auch Christoph Kühl: 1,20-Meter-Bürgersteige seien „ein fatales Signal“, das man nicht setzen solle, sagte der Grüne, bevor Georg Wollenhaupt seinen endgültigen Rückzieher machte. Und sich so aus dem Fettnapf befreite, in dem er mit seiner Idee getreten war.