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Leverkusener TafelSchlangestehen für 1400 gespendete Päckchen

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Die Leverkusener Tafel gibt die Weihnachtspakete in der Christuskirche aus.   Foto: Ralf Krieger

Warteschlange: Die Leverkusener Tafel gibt die Weihnachtspakete in der Christuskirche aus.

Die Weihnachtspakete der Leverkusener Tafel fanden ihre Empfänger

Der Mann, der im Kleintransporter an der Warteschlange der Tafel vor der Christuskirche in seinem Kleintransporter vorbeifuhr, brüllte in gebrochenem Deutsch die kränkenden Worte: „Alles von unsere Steuergelder!“ Der unverschämte Mann hatte Unrecht; er war nicht informiert, denn die 1400 Tafel-Pakete werden ausnahmslos über Spenden bezahlt. Und zwar kommt das Geld für die Einkäufe zum überwiegenden Teil von Privatleuten, aber auch aus Firmenkassen und von einer Stiftung, sagt Reiner Endlein, der Vorsitzende des Wohltätigkeitsvereins.

Leverkusener Tafel verteilt seit 2007 Weihnachtspakete

Die Aktion gibt es seit 2007. Zuerst wurden die Pakete mit individuellen haltbaren Nahrungsmittel-Spenden aus der Bevölkerung bestückt, die Pakete waren unterschiedlich. Das hat man aber schon früh professionalisiert, heute sind sie einheitlich, der Inhalt war in den vergangenen Jahren etwa 25 Euro wert. Wegen der Steigerung der Lebensmittelpreise ist es heute etwas teurer geworden, denn man habe nicht weniger Inhalt anbieten wollen, als in den vergangenen Jahren, sagt Endlein. Das Geld sei trotzdem hereingekommen.

Die Leverkusener Tafel gibt die Weihnachtspakete in der Christuskirche aus.   Foto: Ralf Krieger

Die 1400 Weihnachtspakete sind in der Christuskirche gestapelt.

Schon vor dem Beginn der Ausgabe um neun Uhr standen die Leute Schlange vor der Christuskirche. Viele alte Leute sind darunter, aber auch Alleinerziehende und Flüchtlinge, alle müssen sich bei der Anmeldung bei der Tafel als Bedürftige registrieren und ausweisen, dazu müssen sie bei dem Verein ein entsprechendes amtliches Dokument vorzeigen.

Die meisten haben eine Migrationsgeschichte. Zurzeit seien 7000 Tafel-Ausweise irgendwo im Umlauf, darunter aber viele Karteileichen, sagt Endlein. Etwa 1500 aktive Abholer kämen im Durchschnitt regelmäßig zu den sechs Tafel-Ausgabestellen, die im Stadtgebiet verteilt sind. Nicht alle von ihnen holen ein Weihnachtspaket, da kommen 800 Personen. Von diesen wiederum haben viele ein Anrecht auf mehrere Pakete haben, je nach Größe des Haushalts. Tafel-Ausweise werden nur an Personen ausgegeben, die ihren Wohnsitz in Leverkusen haben.

Die Pakete des Jahres 2023 wurden von 20 Mitarbeitenden bei der Metro gepackt, bei der auch die Nahrungsmittel, wie Kaffee, Tomatenmark, Konserven, Reis und Nudeln eingekauft wurden. Manche packen sie gleich am Ausgang der Kirche wieder aus, zum Teil, weil sich die Lebensmittel besser verstauen lassen, aber auch, weil einige die Weihnachtsmotive auf den Päckchen stören.

Die Leverkusener Tafel gibt die Weihnachtspakete in der Christuskirche aus.   Foto: Ralf Krieger

Am Ausgang packen manche die Päckchen aus.

Am Vorabend der Aktion ist traditionell das Technische Hilfswerk im Einsatz. Die Freiwilligen bilden eine Menschenkette und stapeln die 1400 Pakete in der Kirche.