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Konzert vorm ToposAus der Bayer Big Band ist die Leverkusen Big Band geworden

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Die ehemalige Bayer Big Band heißt jetzt Leverkusen Big Band. Am 15. Juli spielt die 17-köpfige Kombo vorm Topos.

Die ehemalige Bayer Big Band heißt jetzt Leverkusen Big Band. Am 15. Juli spielt die 17-köpfige Kombo vorm Topos.

Ein eigener Verein ist die Big Band schon seit 2012, seit Anfang Juni ist das Bayer aus dem Namen verschwunden.

Für die 17 Musikerinnen und Musiker der Big Band hat am 1. Juni eine neue Ära begonnen. Denn zu diesem Tag sind die Markennutzungsrechte für den Namen „Bayer“ ausgelaufen – und seitdem heißt die Bayer Big Band Leverkusen Big Band. Das erste Konzert unter neuem Namen gibt die Band am Mittwoch, 15. Juli, um 20.30 Uhr vor dem Topos in Wiesdorf.

Und nicht nur der Name ist weggefallen, ab dem kommenden Jahr muss sich die Big Band alleine finanzieren. Das hängt mit der neuen kulturellen Ausrichtung von Bayer, beziehungsweise Bayer Kultur, zusammen. Man hat einigen Vereinen die Unterstützung aufgekündigt und die Nutzungsrechte für den Namen entzogen. Bayer zieht sich aus der breiten Kulturförderung zurück, konzentriert sich mehr auf große Projekte wie das Start-Festival.

Das hat zur Folge, dass sich einige Vereine – so wie die Big Band auch – nach Jahrzehnten neu orientieren müssen. Heinz-Reiner Schiefer, Vorsitzender und Schlagzeuger der Big Band, ist recht gelassen. „Wir lassen das mal auf uns zukommen“, sagt er. Ein eigenständiger Verein ist die Big Band seit 2012. Bis dahin hatte Bayer den Dirigenten – das ist seit 1991 der Profisaxofonist Jörg Kaufmann – bezahlt. Nach 2012 ging das nicht mehr, aber die Zuwendung in Form einer Spende war genauso hoch, sodass der Verein seinen Leiter weiter mit Bayer-Geld bezahlt hat.

Leverkusen Big Band gibt Konzert am Topos

Mit den Jahren wurde seitdem die finanzielle Unterstützung durch Bayer aber immer weniger, der letzte Zuschuss des Bayer-Konzerns kam für dieses Jahr. Jetzt muss der Verein sich etwas Neues einfallen lassen. Inzwischen erhebt man Mitgliedsbeiträge. Etwas, das in Bayer-Zeiten undenkbar war. Deshalb hatte Schiefer nach eigener Aussage anfangs auch etwas Bedenken, ob das alle mittragen würden. Aber die waren unbegründet: Alle Bandmitglieder ziehen mit. Es ändert sich vordergründig also nicht viel. Hintergründig muss sich die Truppe aber eine etwas neue Ausrichtung einfallen lassen. Denn trotz Mitgliedsbeiträgen fehlen noch Einkünfte.

Mehr Auftritte sind eine Möglichkeit, manchmal habe man zwei- oder dreimal im Jahr gespielt, manchmal mehr. Häufig ohne Eintritt oder für den guten Zweck. Das wird jetzt schwieriger. Wahrscheinlicher ist, dass die Big Band eigene Konzerte ausrichten und dafür Eintritt nehmen muss. Klingt erst einmal nicht ungewöhnlich, ist es aber für diejenigen, die es seit Jahrzehnten anders gewohnt waren, wohl doch. Schiefer hofft, dass das potenzielle Publikum nicht fernbleibt.

Die Leverkusen Big Band besteht aus fünf Saxofonisten, vier Posaunen, fünf Trompeten sowie einer Rhythmusgruppe aus Klavier, Bass, Schlagzeug und ihrem Leiter. Eine klassische Big-Band-Besetzung also. Die Musikerinnen und Musiker proben donnerstags um 20 Uhr in der Musikschule. Die Band spielt auf einem gehobenen Niveau, ein paar Profis sind auch dabei.

Wer mitmachen möchte, sollte schon ein gewisses Grundniveau haben. Und neue Mitglieder kann die Band über kurz oder lang gebrauchen, sagt Schiefer. Denn es gebe einige ältere Musikerinnen und Musiker. Wenn jemand Interesse an der Leverkusen Big Band hat, soll er oder sie sich per E-Mail bei Heinz-Reiner Schiefer melden.

„Open-Air-Konzert“, Leverkusen Big Band, Mittwoch, 15. Juli, vor dem Topos, Beginn etwa 20.30 Uhr.