Neue Bahnstadt OpladenBürogebäude wird bezogen – so geht es bei Cube Real Estate weiter

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Verantwortliche von Cube Real Estate auf der Dachterrasse

Behnam Afshar, Rica Pröpper und Jens Hedtke haben von ihrer Dachterrasse einen guten Blick auf die Großbaustelle.

Am 1. Oktober sollen die ersten Mieter einziehen. Der Bau des zentralen Campus verzögert sich etwas.

Der nächste Meilenstein auf der Großbaustelle von Cube Real Estate in der neuen Bahnstadt Opladen steht kurz bevor. Am 1. Oktober sollen die ersten Mieter in das neu errichtete Bürogebäude einziehen. In der „Cube Factory 577“ werden bereits Schreibtische zusammengeschraubt und aufgestellt. 7600 Quadratmeter Bürofläche sind auf dem ehemaligen Bahngelände entstanden. „90 Prozent sind bereits vermietet“, sagt Behnam Afshar, Bereichsleiter im Bau- und Projektmanagement des Leverkusener Großprojekts.

Teilweise hätten Unternehmen ganze Etagen angemietet, wer genau einziehen wird, will er noch nicht verraten. „Es handelt sich aber vor allem um Unternehmen aus dem IT- und Marketingbereich.“ Bereits in der Bauphase war bekannt geworden, dass das international aktive und in Leverkusen ansässige Software- und Technologieanbieter Etteplan einen langfristigen Mietvertrag über 1450 Quadratmeter Bürofläche abgeschlossen hat.

Von außen fügt sich der Bau mit der Ziegelsteinoptik in das Bild der Bahnhistorie ein, dass Cube Real Estate hier überall wahren will. Zum Innenhof hin sind die Außenwände in Weiß gehalten, noch frei schwebende Drähte sollen Pflanzen zur Fassadenbegrünung als Kletterhilfe dienen.

Bis Ende des Jahres soll der Bau komplett fertig sein, die Mietpreise liegen je nach Lage und Ausstattung zwischen 20 und 25 Euro pro Quadratmeter, erklärt Afshar. Nach Fertigstellung soll der Bau verkauft werden. „Der Markt ist im Moment natürlich angespannt, aber wir sind optimistisch“, sagt Afshar.

Der gleiche Mietpreis gilt auch im benachbarten Wohnhaus, das schon im vergangenen Jahr fertiggestellt und verkauft wurde. Hier allerdings sind Möbel, Strom und Internet im Preis inbegriffen. Vor allem für Studenten der benachbarten FH sind die kleinen Appartements gedacht. Es gibt kleine Ein-Zimmer-Wohnungen von rund 20 Quadratmetern, aber auch WG-taugliche Wohnungen mit zwei Schlafzimmern und einem Wohnraum auf 75 Quadratmetern.

Von den insgesamt 302 Wohneinheiten auf 8200 Quadratmetern Wohnfläche sind aktuell rund 60 Prozent vermietet. „Wir haben auch ein bisschen Nostalgie in die Gestaltung einfließen lassen“, sagt Rica Pröpper, die für Marketing und PR zuständig ist. In jedem Zimmer hängt ein historisches Foto mit Blick auf das Gelände der ehemaligen Bahnausbesserungshalle, auf dem das ganze Areal entsteht.  Bereits komplett verkauft ist das benachbarte Gebäude mit 26 Eigentumswohnungen, das über die Nachbildung des alten Hallenbogens mit dem Appartmenthaus verbunden ist.

Bunt ist es hingegen im Parkhaus geworden. 500 Autos finden hier Platz, 50-E-Ladesäulen sind bereits installiert, weitere 50 können bei Bedarf noch nachgerüstet werden. Die Wände wurden von dem Künstlerkollektiv „Tape That“ mit Klebeband-Kunst verziert, jede Parketage in einer anderen Farbgebung.

Mit den Wohn- und Bürogebäuden ist Cube Real Estate im Zeitplan geblieben, für das Bürogebäude wurde bei der Stadt sogar eine vorzeitige Nutzungsbescheinigung beantragt und bewilligt. „Mit dem Campus hängen wir etwas hintendran“, sagt Senior Bauprojektleiter Jens Hedtke. Das Herzstück des neuen Quartiers rund um die historische Hallendachkonstruktion soll einmal die Büros von Cube Real Estate selbst beheimaten, sowie eine Gastronomie und einen Fitnessanbieter. „Die Verzögerung liegt daran, dass wir unsere eigenen Räume noch einmal umgeplant haben“, erklärt Afshar. Für den Campus werde aber Ende des Jahres auch der Bauantrag eingereicht.

Natürlich haben Corona, Krieg und Lieferprobleme auch das in Leverkusen ansässige Unternehmen getroffen. „Trotzdem sind wir aber bislang in einer ganz ordentlichen Geschwindigkeit durchgekommen“, sagt Hedtke zufrieden. Und dann gibt es ja auch noch die kleinen Meilensteine, an denen man sich erfreuen kann. Seit kurzem hängt die historische Bahnhofsuhr wieder gut sichtbar an einer Außenwand. „Sie wurde auf elektrischen Betrieb und mit abendlicher Beleuchtung umgestellt, aber das Ziffernblatt und die Optik sind im Original erhalten“, sagt Hedtke.

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