Lieferengpässe in OpladenHier stockt der Baufortschritt in der Bahnstadt

Lesezeit 3 Minuten
Das Kesselhaus wartet auf Fenster. Durch Lieferengpässe verzögert sich so Einiges in der Bahnstadt.

Das Kesselhaus wartet auf Fenster. Durch Lieferengpässe verzögert sich so Einiges in der Bahnstadt.

Leverkusen – An einigen Stellen geht es rasant weiter auf Leverkusens größter Baustelle, der Neuen Bahnstadt Opladen. Mitten im östlichen Bereich des Städtebauprojektes, unmittelbar neben dem künftigen Campus der Technischen Hochschule, treibt die Cube Real Estate ihre Wohn- und Bürogebäude des Projektes „Cube Factory 577“ voran und im Westen, zwischen Bahngleisen und Opladener Neustadt, wachsen die Kellergeschosse der ersten Mehrfamilienhäuser aus dem Erdreich.

Doch an anderen Stellen hakt es, scheint es nur langsam oder gar nicht mehr weiterzugehen. Was ist da los?

Fahrradparkhaus am Bahnhof

Die Rampe vom Busbahnhof hinauf zur Bahnhofsbrücke, in deren Innenraum ein Fahrradparkhaus mit über 400 Abstellplätzen entstehen wird, sollte ursprünglich einmal im Herbst 2020 fertig werden, nun erfolgte der Baustart erst im März 2021. Doch der Neubau der zunächst abgerissenen Rampe geht erkennbar nicht voran. Das liege vor allem am Stahlpreis und den gegenwärtigen Lieferengpässen bei diesem Baustoff, erläutert Bahnstadt-Geschäftsführer Andreas Schönfeld, der allerdings auch verspricht, dass es ab nächster Woche wieder vorangehen wird. Die Radfahrer-Rampe soll jedenfalls Ende des Monats wieder zur Benutzung freigegeben werden. An den Pläne für das Parkhaus selbst wird noch in den Planungsbüros gefeilt. Das kann noch dauern.

Das könnte Sie auch interessieren:

Das alte Kesselhaus

Das markante und denkmalgeschützte Kesselhaus im Herzen der Bahnstadt Ost hat inzwischen zwar seinen vierstöckigen Vorbau erhalten, der noch mit einer rostbraunen Fassaden im Industriestil verschönert wird, doch scheint die Baustelle stillzuliegen. „Der Eindruck täuscht“, beteuert Schönfeld. „Aber hier sind es die Fenster, die nicht wie geplant geliefert werden.“ Dennoch gingen im Inneren des Gebäudes, das nun vom Essener Projektentwickler 4bricks gebaut wird und das 32 hochmoderne Kleinwohnungen („ipartments“) sowie Gewerbeeinheiten enthalten wird, die Ausbauarbeiten soweit eben möglich weiter. Der Eröffnungstermin im Frühjahr kommenden Jahres sei weiter die Zielvorgabe, so Schönfeld.

Brückenpark/Campusbrücke

„Es ist alles im Fluss“, verspricht der Bahnstadt-Chef zum westlichen Ende der Campusbrücke, in deren quadratischer Rampe hinab zur Bahnallee der neue Brückenpark entstehen wird. Bis Mitte Dezember werde dessen Struktur erkennbar sein. Die Bepflanzung könne allerdings erst im kommenden Frühjahr erfolgen. Und somit fast ein Jahr später als ursprünglich vorgesehen. Doch auch hier hatte es Materialprobleme gegeben.

Kreisel Bahnhofsquartier

Dass es auch anders gehen kann, zeigt Schönfelds „Super-Baustelle“, der Kreisverkehr an der Einmündung Lützenkirchener Straße auf die Europaallee/ Freiherr-vom-Stein-Straße, am Nordende des künftigen Bahnhofsquartiers.

Der Baustoffmangel scheint den Tiefbau aktuell noch nicht so hart zu treffen und das Wetter stresste auch nicht. Daher wird dieser Kreisel sogar zweieinhalb Monate früher als geplant fertig sein und für den Verkehr schon Anfang Dezember freigegeben werden. Danach müssten nur noch ein paar Markierungsarbeiten folgen.

KStA abonnieren