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PremiereGroßes Interesse an Leverkusener Gesundheitsmesse

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Leverkusen – Mit ihrer Gesundheit beschäftigen sich die meisten erst, wenn sie angeschlagen ist. „Manche haben Angst zu erfahren, wie ihr Gesundheitszustand ist. Andere kümmern sich einfach nicht darum“, sagte Simone Hänsch. „Zum Vergleich: Sein Auto schickt man immer zum TÜV und in die Werkstatt.“ Angenehm überrascht war die Mitorganisatorin des Leverkusener Gesundheitstags daher, als das rege Besucherinteresse ihr das Gegenteil bewies.

Bereits eine halbe Stunde vor der Eröffnung, als die Türen des Forums noch geschlossen waren, warteten die ersten Besucher auf Einlass. Auch später am Tag bildeten sich immer wieder Schlangen. Der Parcours, auf dem die Besucher ihre Lungen- und Nasenfunktion, Blutwerte und die Fitness überprüfen lassen konnten, wurde rege genutzt.

Ute Schorn stand am Aging-Scanner an. Das Gerät simulierte, wie die Leverkusenerin etwa in zehn Jahren aussehen könnte. „Es ist reine Neugier, deshalb stehe ich hier“, sagte Ute Schorn, die bereits Unterlagen von anderen Ständen in der Hand hielt. Nach dem Aging-Scanner folgte die Auswertung der gesamten Messungen. Um es anschaulicher zu machen, wurden die Auswertungsbögen je nach Gesundheitszustand mit den Farben Rot, Gelb oder Grün gekennzeichnet.

„Wir wollen die Besucher nicht mit einem beklemmenden Gefühl nach Hause schicken. Ärzte reden mit ihnen über die Auswertung“, sagte Simone Hänsch, die auf die Gesamtstatistik gespannt war. Sie war sich sicher, dass an diesem Tag einige rote Ampeln verteilt wurden. Die genaue Anzahl konnte sie gegen Ende der Veranstaltung aber noch nicht beziffern.

Unabhängig von der Auswertung stand für die Organisatoren, Praxisnetz und Gesundheitsnetz, nach wenigen Stunden fest, dass der Bedarf nach einer Gesundheitsmesse in Leverkusen gegeben ist. „Wir werden es nächstes Jahr wieder machen“, sagte Wolfgang Hübner, Vorsitzender des Gesundheitsnetzes.

Crashkurse über Reanimation

Der Notfallmediziner beteiligte sich mit Crashkursen über Reanimation. „Die Menschen müssen die Angst verlieren, dass sie etwas falsch machen könnten“, sagte Wolfgang Hübner. „Wenn der Patient die Herzdruckmassage nicht braucht, dann wird er sich schon wehren. Wenn er das nicht tut, weiß man, man tut das Richtige.“ Es zeigte sich schnell: Stände, an denen die Besucher selbst tätig werden konnten, wurden deutlich stärker frequentiert als solche, an denen nur Broschüren verteilt wurden. Diese Erkenntnis soll in die Organisation der zweiten Auflage des Gesundheitstages einfließen. 2017 wird die Messe, die am Samstag das gesamte Erdgeschoss des Forums einnahm, womöglich noch größer.

Weitere Anbieter aus der Gesundheitsbranche, die am Wochenende als Besucher gekommen waren, hätten ihr Interesse bekundet, beim nächsten Mal mitzumachen, berichtete Simone Hänsch zufrieden. Dieses Grundgefühl teilte der Arzt Norbert Mülleneisen, der zwischenzeitlich für den Lungenfunktionstest einen Nachschub an Mundstücken besorgen musste. Auf mehr als 400 Messungen war man nicht eingestellt.

Der Lungenfacharzt lobte die Zusammenarbeit des Gesundheits- und Praxisnetzes in höchsten Tönen: „Leverkusen hat international anerkannte Fachärzte. Wir tauschen uns auf dem kurzen Dienstweg medizinisch aus und sind bestens vernetzt – alles zum Wohl der Patienten.“