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Prozess20-jähriger Raser findet Strafe für Unfall in Leverkusen zu hart

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  1. Am 15. April des vergangenen Jahres kam es zu einem schweren Unfall, weil zwei Raser zu schnell fuhren.
  2. Einer der Fahrer will Berufung für seine verhängte Freiheitsstrafe einlegen.

Leverkusen – 18 Monate ohne Führerschein und acht Monate Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt sind: Diese Strafe hält der Fahrer des BMW, der im vorigen April an der Ampel am Schloss Morsbroich einen Radler überfuhr, für überzogen.

Der 20-Jährige will Berufung einlegen. Das sagte am Dienstag Ruth Reimann, Direktorin des Amtsgerichts. Am Freitag war das Schöffengericht zu der Auffassung gekommen, dass diese Strafe angemessen sei – für den Mann gilt noch das Jugendstrafrecht, das angewendet werden kann, wenn der Angeklagte zur Tatzeit nicht älter als 21 Jahre ist.

Der vier Jahre ältere Audi-Fahrer, mit dem sich der BMW-Pilot nach Zeugenaussagen ein Rennen geliefert hatte, wurde freigesprochen: „Ein Autorennen war den Angeklagten nicht nachzuweisen“, so Reimann. Keine Rolle spielte, dass er von der Unfallstelle geflohen und drei Stunden später nur deshalb von der Polizei gefasst werden konnte, weil Zeugen das Kennzeichen notiert hatten.

Am 15. April waren die beiden Autofahrer rechts an einer Autoschlange vorbei gerast und wieder nach links eingeschert. Die Ampel zeigte Rot. Ein ebenfalls 20 Jahre alter Mann, der sein Fahrrad über die Straße Richtung Alkenrath schob, wurde vom BMW erfasst und erlitt schwere Verletzungen. Die Blessuren des Autofahrers rührten daher, dass in seinem Auto die Airbags ausgelöst wurden.