Der örtliche ADFC berichtet von einem Rekordwert für das vergangene Jahr. Der Weg entlang der Dhünn ist weiter die beliebteste Radlertrasse.
VerkehrZählstellen in Leverkusen registrieren mehr als 1,4 Millionen Radfahrer

Der Dhünnradweg ist weiter die meistbefahrene Radtrasse in der Stadt.
Copyright: Ralf Krieger
1.425.542 Radlerinnen und Radler hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) an seinen vier Zählstellen in der Stadt im vergangenen Jahr registriert – ein Rekordwert, wie der Club jetzt verkündet. 2024 kamen 1.388.867 Radfahrende zusammen. Das sind 36.675 gezählte Radler mehr, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent.
Einen kleinen Schönheitsfehler hat diese Rechnung zwar, denn an der Zählstelle Wilhelm-Kaltenbach-Weg wurden dreieinhalb Monate lang – vom 25. Mai bis 12. August 2025 – keine Radfahrerinnen und Radfahrer gezählt, weil die Batterien des Geräts leer waren. Der ADFC nahm deshalb den Wert des Vergleichszeitraums des Jahres 2024 und addierte ihn zu den tatsächlich gezählten Radlern hinzu. Daraus ergab sich dann der Rekordwert.
Die meisten Leverkusenerinnen und Leverkusener, die sich per Rad fortbewegen, kamen erneut an der Zählstelle auf dem Dhünnradweg vorbei. 2025 waren es 470.087 Radler. Auf Platz zwei folgt der Wilhelm-Kaltenbach-Weg. An der Gezelin-Kapelle in Alkenrath kamen 465.393 Radfahrende zusammen. Beliebt auch der Radweg am Rhein in Hitdorf. Dort an der Ecke Wiesenstraße/Fährstraße fuhren 257.271 Radler vorbei. Die Zählstelle auf der Balkantrasse passierten 232.791 Radler.
Alles zum Thema ADFC
- Diskussion über Radweg Wirtschaft lehnt Kölner Pläne für die Mülheimer Brücke ab
- Verkehr Zählstellen in Leverkusen registrieren mehr als 1,4 Millionen Radfahrer
- Alarmstufe Rot Glatteis: Was Radfahrer jetzt beachten müssen
- Irreführende Beschilderung BV Mülheim möchte den Dünnwalder Mauspfad sicherer gestalten
- Mobilität Wo parkende Autos das Leben in Leverkusen schwer machen
- Vorrang für Fahrräder Warum es vor einem Hürther Gymnasium Denkzettel für Elterntaxis gibt
Für den ADFC-Vorsitzenden Kurt Krefft ist der Rekordwert ein Grund zur Freude. „Die Zählstellen belegen, dass die Radwege stark benutzt werden. Das merkt man nicht nur morgens und abends zur Radpendlerzeit, sondern besonders am Wochenende. Hinzu kommt, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler mit dem Rad unterwegs sind.“ Krefft bemängelt zugleich, dass sich an den Radwegen nichts zum Positiven entwickelt habe. Sie seien „nicht besser“ geworden: „Zu schmal und zum Teil in einem schlechten Zustand. Hier sind die Verwaltung und die Politik in einer besonderen Verantwortung. Beide müssen endlich dem Radverkehr eine höhere Priorität einräumen.“
Immerhin, dieser Hinweis fehlt in der ADFC-Mitteilung, wurden allerdings 2025 die Rad- und Fußwege entlang der B8 zwischen Köln und Leverkusen saniert. Die Pflege und Wartung dieser Wege fällt allerdings auch nicht in die Zuständigkeit der Stadt Leverkusen. Die ist derzeit dabei, sich bei Radlern unbeliebt zu machen. Denn auf Basis eines Beschlusses der Bezirksvertretung aus dem Jahr 2016 wurde der Radweg entlang der B8 kurz vor dem Rialto Boulevard auf Höhe des Jobcenters Leverkusen gekappt, damit die Mitarbeitenden des Jobcenters hinter dem Gebäude Parkplätze für ihre Autos bekommen. Die Radler werden künftig auf die stark befahrene und bisher nicht mit Radweg ausgestattete Heinrich-von-Stephan-Straße verwiesen.
Keine guten Neuigkeiten erbrachte das vergangene Jahr auch in Sachen Rheinradweg zwischen Hitdorf, Rheindorf und Wiesdorf. Der wegen der Bauarbeiten an der Autobahnbrücke eingerichtete weite Umweg über Bürrig bleibt bis Frühjahr 2027 bestehen. Voraussichtlich.
Der ADFC fordert zur besseren Dokumentation des Radverkehrs in Leverkusen, dass die Stadt weitere Zählstellen einrichtet. Denn ein engmaschiges Netz an solchen Stellen ist aus Sicht der Radler-Lobbyisten die Voraussetzung für eine umfassende Analyse der Radverkehrsströme in der Stadt.
Tagesspitzenwert von fast 3200 Radlern
Die meisten Radler binnen 24 Stunden kamen 2025 am 1. Mai an der Zählstelle Dhünn-Radweg vorbei: 3197 Radfahrende. Der 1. Mai war auch in Hitdorf mit 2891 und auf der Balkantrasse mit 2475 Radlern der Tag mit den höchsten Zahlen.

