Der Unfall, bei dem ein Auto von der Wöhlerstraße auf die sechs Meter tiefere B8 gefallen ist, hat Folgen.
SilvesterunfallVerkehr auf der B8 in Leverkusen wird umgeleitet

Nina Lajos von den TBL lässt die Schäden bald notdürftig beseitigen. Bei dem Unfall am Neujahrsmorgen hat ein 3-er-BMW die Betonelemente und das Geländer am Kinopoliskreisel beschädigt. Der Wagen hatte auf der Wöhlerstraße beschleunigt.
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Der spektakuläre Unfall, bei dem in der Neujahrsnacht ein 3-er-BMW von der Wöhlerstraße im Kreisverkehr am Kinopolis sechs Meter tief auf die untere Ebene des Europarings gestürzt ist, hat Folgen. Beide Fahrspuren auf der Bundesstraße in Richtung Köln sind gesperrt, der Verkehr wird für ein paar Tage über den Kreisverkehr oben umgeleitet.
Der alkoholisierte Unfallverursacher ist laut Polizei 31 Jahre alt. Er kommt aus Haltern am See, Kreis Recklinghausen, also war er möglicherweise nicht ortskundig. Möglicherweise wusste er nicht, dass am Ende der Wöhlerstraße der Kreisverkehr, eine Betonschrammwand und der Abgrund kommen.
Sein Beifahrer (27) hätte ihn vielleicht warnen können, denn er kommt aus Leverkusen. Beide sollen denselben Nachnamen tragen, sie wurden nur leicht verletzt. Auch sonst wurde niemand verletzt: Im Fahrweg und an der Absturzstelle auf dem Europaring war zum Unfallzeitpunkt niemand unterwegs. Der Führerschein des 31-jährigen Irakers wurde eingezogen. Auf ihn warten womöglich eine Reihe von Anzeigen und Schadensersatzforderungen, denn die angerichteten Schäden sind hoch.
TBL Leverkusen hofft auf schnelle Reparatur
Bei den TBL (Technische Betriebe Leverkusen) hoffen die Mitarbeiter, die untere Ebene des Europarings in der laufenden Woche wieder freigeben zu können.
Der Unfallwagen müsse wohl Tempo 70 oder 100 Kilometer in der Stunde gefahren sein, schätzt der für die Leverkusener Brücken zuständige Ingenieur Klaus Timpert. Bei Autos, die bis Tempo 50 gegen Geländer und die Beton-Umrandung führen, sollten die Sicherheitseinrichtungen standhalten, sagt Timpert.
Vor der Absturzkante stehen Betonelemente, die mit Eisen so verankert sind, dass sie nicht direkt auf die untere Ebene stürzen. Sie sind beim Unfall umgelegt worden, heruntergefallen sind sie nicht. Im Geländer umlaufend ist ein Stahlseil eingebaut, als eine letzte Sicherheitseinrichtung. Das Seil ist nicht gerissen, das Geländer wurde von der Wucht des Aufpralls umgebogen.
Zurzeit werden die Schäden mit einer Fachfirma besprochen. Auf der unteren Ebene lag noch am Montagmorgen viel Öl, halb herunterhängenden Betonteile und das Geländer müssen abgebaut werden, bevor die Fahrspur Richtung Köln freigegeben werden kann. Die soll in den nächsten Tagen, spätestens aber am Freitag wieder frei sein, denn fürs Wochenende wird eine Sperrung an der Bahn vorbereitet.

