Das Sommerspektakel der vereinigten Kinder- und Jugendszene Leverkusens im Neulandpark war gut besucht.
SommerspektakelHunderte Kinder kamen in den Leverkusener Neulandpark

Die Sparkassen-Arena im Neulandpark wurde zu einem großen, interessanten Spielplatz.
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Es ist eine Tradition, dass alle Leverkusener Kinder in der ersten Ferienwoche das Sommerspektakel geboten bekommen. Da gibt es nicht nur alle möglichen Aktivitäten, sondern auch immer etwas zu essen. Am Donnerstag steht Diana Seydel hinter den Schüsseln, aus denen sich die Kinder bedienen können. Das Hauptessen ist heute Tortilla-Salat, eine echte Kreation, extra für Kinder: Grundlage sind zerstoßene Tortillas, die wie die Reste aussehen, die sich unten in Chipstüten ablagern, dazu kann sich jeder weitere Zutaten mischen: Bohnen oder sogar echten Salat und Soße. Ein Mädchen entscheidet sich für die Kombination mit Fertig-Röstzwiebeln. Eine staubtrockene Mahlzeit, aber Kinder essen so etwas, ihr schmeckt’s.

Lecker lecker: Diana Seydel gibt die Grundlage für den Tortilla-Salat heraus.
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Essen ist wichtig, aber nicht das Wichtigste, das sind die vielen Stände in der Sparkassen-Arena im Neulandpark, an denen die Kinder etwas üben, zeichnen, nähen oder wo sie spielen oder Musik machen können. Das Musikzelt, in dem die Mitarbeiter des Quettinger Hauses der Jugend einen Teil ihres Studios zur Verfügung stellen, steht etwas abseits. Erstaunlich ist: Die ersten Pokémon-Karten wurden schon 1999 in Deutschland verkauft, aber die Begeisterung für die japanischen Karten hält sich immer noch. Reneé Preußer, der als Student in der Jugendarbeit bei der Stadt arbeitet, hat seine Sammlung mitgebracht und die Kinder zeichnen die Monster nach, daran hat sich in 20 Jahren nichts geändert.

Bei der Evangelischen Jugend Schlebusch konnten Kinder klettern.
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800 Kinder am Mittwoch auf dem Sommerspektakel
Andere können sich gemeinsam mit Hannah Inden an Nähmaschinen üben, das ist nicht nur etwas für Mädchen: „Wir haben ein Upcycling-Projekt“, sagt sie und hilft den Kindern, ungebrauchte Corona-Stoffmasken zu etwas Brauchbarem umzuarbeiten. Normalerweise ist sie im Jugend- und Bürgerhaus an der Schönen Aussicht aktiv.

Sommerspektakel: Malen im Schatten
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Nebenan gibt es eine Siebdruckerei, um T-Shirts oder Taschen zu bedrucken, im Schatten unter anderen Zelten wird gemalt. Die etwa 60 Menschen aus den Jugendhäusern und andere Freiwillige haben es sogar geschafft, einen mobilen Skate-Park hoch in den Neulandpark zu bringen. Auch nebenan im Minigolf-Parcours unter den Flaggen der mit Leverkusen befreundeten Partnerstädte ist auch Betrieb.
Kommen darf jedes Kind, offiziell ab sechs Jahren, aber es sind auch jüngere da. „Kein Kind wird weggeschickt“, sagt Jonas Inden vom Verein Jugendszene Leverkusen. Der Verein ist so etwas wie der Dachverband der Organisatoren, die das Spektakel seit Jahren in der ersten Ferienwoche von montags bis freitags von 12 bis 17 Uhr durchziehen – trotz aller Geldsorgen. Am Mittwoch sollen 800 Kinder im Neulandpark gewesen sein, für den Freitag wird wieder ein größerer Ansturm erwartet. Im Park tummeln sich auch viele Gruppen aus den offenen Ganztagsschulen. Der Aufwand lohnt sich, sind sich alle bei der Pressekonferenz einig.
Die Stadt würde dieses fünftägige Spielfest niemals finanzieren, deshalb ist man auf Spenden angewiesen: Einen großen Anteil trägt der Kölner Verein „Mutige Kinder“. Einer der Gründer ist der legendäre Ex-Bayer-04-Manager Reiner Calmund, sagt die Vorsitzende Gabi Pannicke.
Aber ausgerechnet das Geld für den Tortilla-Salat kommt nicht von Callis Verein, das Essensgeld hat der Rotary-Club spendiert.
