Schlebusch – Auf der Suche nach Sponsoren haben sie überall „Klinken geputzt“, Oma, Opa, Eltern, Verwandte, Onkel, Tante und Bekannte gefragt, die über 1500 Schüler der Schlebuscher Gesamtschule. Und das meist mit beachtlichem Erfolg. „Meine Oma spendet fünf Euro für jede von mir gelaufene Runde, meine Tante immerhin einen Euro“, erzählt Yannik stolz. Eine Runde um den Oulusee ist 1,2 Kilometer lang. Fünf werde er innerhalb der vorgegebenen Zeit von einer Stunde wohl schaffen, meint der Siebtklässler. Da kämen dann schon 30 Euro zusammen. Großes EngagementMit großem Engagement haben Lehrer, Eltern und Schüler den Sponsorenlauf zugunsten ihres „Eine-Welt-Projektes“ und der Schulhofgestaltung „Pausen(t)räume“ vorbereitet und die Organisation „in einem Rollplan zusammengefasst“, wie Schulleiter Bruno Bermes erklärt. Alle Lehrer und viele Eltern helfen mit, fast alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13 laufen von 9 bis 16 Uhr um den See. Jan Ackermann (16), Marco Münster (17) und Timo Röder (18) mal ausgenommen. Das Oberstufentrio ist für die Beschallung zuständig und an diesem Freitag bereits seit sechs Uhr auf den Beinen. „Wir haben die Musikanlage rübertransportiert, aufgebaut und getestet. „Schließlich muss alles klappen“, betont Timo. Und wie das klappt. Aktuelle Hits sind mehr als gut zu hören. Mit Musik geht halt vieles besser. Das meint auch Max (11).Außer Atem Neun Runden hat der Schüler der 6 a geschafft und ist ziemlich außer Atem. „Kein Wunder“, sagt Bernd Nafe, seit 15 Jahren Lehrer an der Schlebuscher Schule. 10,8 Kilometer innerhalb einer Stunde, das sei eine klasse Leistung. „Und jede Runde zählt. Je mehr wir laufen, je mehr müssen die Sponsoren zahlen“, sagt Elias (12). Max’ Klassenkamerad ist fünfmal um den Oulusee gelaufen und zufrieden. Jirco Müller-Machalke gehört zu jenen Lehrern, die an den Zählstellen stehen und die Anzahl der gelaufenen Runden anhand von Strichlisten ermitteln. Alles muss seine Ordnung haben. Daher ist Bruno Bermes nicht nur neben, sondern auch auf der Strecke unterwegs. 21 Runden wird er insgesamt laufen, jeweils drei mit jeder Jahrgangsstufe. „Immer auf der ersten Runde schaue ich zum Beispiel, ob die mit Warnweste ausgestatteten Streckenposten an der richtigen Stelle stehen, die zweite Runde laufe ich auf Tempo, auf der dritten Etappe gibt’s mehr oder weniger große verbale Motivationsspritzen für die gerade aktiven Schüler“, erklärt der Schulleiter, der regelmäßig zweimal pro Woche die Trainingsschuhe schnürt und schon so manchen Halbmarathon gelaufen ist. Einen Sponsor hat Bermes auch gefunden. Schulfotograf Michael Müller hat sich verpflichtet, zehn Euro pro Runde zu spenden. Ein gar nicht mal so günstiger Spaß. Aber die 210 Euro dienen ja einem guten Zweck. Unterstützung für Chinandega„Einen Teil der Einnahmen des Sponsorenlaufs werden wir dem Verein Horizontes zukommen lassen, der unsere Partnerschule in Chinandega in Nicaragua unterstützt, unter anderem mit Stipendien für bedürftige“, erzählt Ganztagskoordinator Bernd Kluge. „Und mit dem anderen Teil wollen wir zum Beispiel ein Beachvolleyballfeld bauen und die Medienausstattung unserer Schule modernisieren und ergänzen“, fügt Lehrerkollege Bernd Nafe hinzu. Beim Spendenlauf vor zwei Jahren wurden rund 25 000 Euro gesammelt. „Wenn wir dieses Ergebnis wiederholen könnten, wären wir mehr als zufrieden“, so Bermes. Ob es geklappt hat, das wird sich in den nächsten Tagen herausstellen, wenn alle Runden gezählt und die Sponsorengelder addiert und eingenommen worden sind.
Sponsorenlauf„Oma gibt fünf Euro pro Runde“
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Laufen, laufen, laufen. Fast alle 1500 Schlebuscher Gesamtschüler schnürten die Schuhe.
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