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Stadt soll den Bürgerbusch kaufen

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Die Stadt Leverkusen sollte die im Privatbesitz befindlichen Waldflächen im Stadtgebiet erwerben und vorrangig dem Naturschutz zur Verfügung stellen. Das beantragt die Initiative Bürgerforum Grünes Leverkusen zu prüfen. Vor allem solle mit der Erbengemeinschaft, der der Bürgerbusch als größtes zusammenhängendes Waldgebiet mitten in der Stadt gehört, über einen Verkauf verhandelt werden, so die Antragsteller um Brigitte von Bonin.

Der Bürgerbusch befinde sich „in einem beklagenswerten Zustand“, von Trockenheit, Schädlingen und rabiaten maschinellen Fällmethoden gezeichnet. Statt dieser intensiven Holzbewirtschaftung solle die Stadt den Bürgerbusch zu einem Naturwald machen. Das hätte positive, nämliche kühlende Auswirkungen auf das Stadtklima, würde aber auch wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tiere, vor allem selten gewordene Vogelarten bieten. Bäume sollten dort in Ruhe altern und sterben können, ohne nach rein marktwirtschaftlichen Kriterien gefällt zu werden.

Vor 20 Jahren hätte die Stadt schon einmal den Bürgerbusch für acht Millionen Mark erwerben können. Damals war allerdings noch ein Landstraßenbau durch das Waldstück geplant, und die Chance wurde versäumt. Heute, nachdem der Leverkusener Stadtrat den Klimanotstand ausgerufen habe, müsse ein klimaangepasster Mischwald oberste Priorität haben. Fichten und Buchen in der Stadt wiesen bereits irreparable Schäden auf und erforderten dringend Alternativen. (ger)