Leverkusen – Statt ins Rathaus ging es am Dienstag für die Auszubildenden der Stadtverwaltung in die BayArena. Beim jährlichen Ausflug der 60 jungen Frauen und Männer stand nach der Stadionbesichtigung ein Grillfest an der Feuerwache Stixchesstraße auf dem Programm. Die stellvertretende Ausbildungsleiterin Claudia Schmidt nutzte den Termin, um bei einem Pressegespräch auf die anstehenden Bewerbungsrunde hinzuweisen.
Noch bis zum 30. September können sich Absolventen weiterführender Schulen für unterschiedliche Ausbildungsberufe bewerben. Nach Sichtung der Bewerbungsunterlagen startet das mehrtägige Auswahlverfahren für die insgesamt rund 20 Ausbildungsplätze im Herbst. Ihren Dienst bei der Stadt treten die erfolgreichen Kandidaten dann nach den Sommerferien 2015 an.
Tag der Ausbildung
„Der Aufwand des Verfahrens ist groß. Wir möchten Bewerber finden, die nicht nur fachlich geeignet sind, sondern auch menschlich zu uns passen“, betonte Schmidt: „Wir wollen nicht nur Noten, sondern Menschen.“ Die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit Verantwortlichen aus der Verwaltung gibt es am 26. und 27. September beim „Tag der Ausbildung“ im Forum.
Die Ausbildungsberufe unterscheiden sich nach Schulabschluss. Mit Hauptschulabschluss bieten sich die Berufe Verwaltungsfachangestellter und Fachangestellter für Bäderbetriebe an. Verwaltungswirte benötigen die Fachoberschulreife. Mit Abitur ist ein Duales Studium mit juristischem ober betriebswirtschaftlichem Schwerpunkt möglich. Vielfältige Aufgaben in insgesamt 24 Fachbereichen, flexible Arbeitszeiten und betriebliche Gesundheitsförderung zeichneten die Stadt als Arbeitgeber aus. Für Tobias Eumann (22) war etwas anderes ausschlaggebend: „Die Leute aus der Leverkusener Stadtverwaltung waren am nettesten.“ Der Kürtener ist im dritten Ausbildungsjahr zum Geomatiker. Nach der Schule hatte er mehrere Angebote für einen Ausbildungsplatz und entschied sich aus genanntem Grund für die Stadt Leverkusen. Cilia Schünemann schätzt an ihrem Dualen Studium mit Schwerpunkt Rechtswissenschaften die praktische Arbeit. „Vieles, was ich an der Fachhochschule lerne, kann ich in der Verwaltung direkt anwenden“, so die 21-Jährige. Derzeit ist sie im Sozialamt eingesetzt und berät Bürger bei Fragen zur Grundsicherung.
Für Jennifer Kolonko, angehenden Verwaltungswirtin, ist es bereits die zweite Ausbildung. Als Veranstaltungstechnikerin habe sie festgestellt, dass ihr die Arbeit mit Gesetzen und Behörden mehr Spaß mache, als die Technik. Für gute Laune dürfte auch die Aussicht auf eine Übernahme nach erfolgreicher Abschlussprüfung sorgen. Laut Claudia Schmidt hat die Verwaltung großes Interesse, den im eigenem Haus ausgebildeten Nachwuchs langfristig zu binden.
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