Leverkusen – Die Erleichterung war ihm deutlich anzusehen. Marc Adomat ist Montag vom Rat als Beigeordneter der Stadtverwaltung wiedergewählt worden. Die Entscheidung über die berufliche Zukunft des CDU-Mitglieds fiel denkbar knapp aus. Für seine Wiederwahl gab es 27 Ja- und 25 Nein-Stimmen sowie eine Enthaltung. Damit bleibt Adomat weitere acht Jahre Leiter des Dezernats IV und somit zuständig für Schulen, Kultur, Jugend und Sport. Seine zweite Amtszeit beginnt am 1. März.
Adomat bedankte sich bei seinen Unterstützern, allen voran CDU-Fraktionschef Thomas Eimermacher. Die vergangenen Tage seien „sehr anstrengend“ gewesen, gab er zu. Nach einem FDP-Antrag wurde darüber diskutiert, ob sich die Stadt angesichts der Haushaltslage vier Dezernenten leisten soll.
Dezernat IV abschaffen, die Aufgaben auf die anderen Dezernate verteilen und das Gehalt von Adomat für die Schulsozialarbeit ausgeben – diesem Vorschlag der FDP schloss sich die SPD an. Angesichts der desolaten Haushaltssituation müsse „jede denkbare Möglichkeit“ genutzt werden, um Geld zu sparen, sagte SPD-Fraktionschef Peter Ippolito. Monika Ballin-Meyer-Ahrens (FDP) betonte: „Es geht darum, Aufgaben in der Verwaltung anders zu organisieren, nicht darum, sie abzuschaffen.“ Falsch sei die Befürchtung des Sportbunds, ohne Adomat verlören die Sportvereine einen Fürsprecher im Rathaus.
Der Oberbürgermeister wies vor der Abstimmung darauf hin, dass mit dem Verzicht auf den Dezernenten nur 100 000 Euro eingespart werden könnten. Die SPD geht von 300 000 Euro aus. Nach kurzer Diskussion folgten zwei geheime Abstimmungen. Der Antrag auf Abschaffung des Dezernates IV wurde mit 30 zu 23 Stimmen abgelehnt. Anschließend erfolgte die Wiederwahl Adomats.
