Abo

Theodor-Heuss-Realschule in LeverkusenAndrea Wirths ist neue Rektorin

3 min

Andrea Wirths ist die neue Leiterin der Theodor-Heuss-Realschule, Für die 50-Jährige war schon als Kind klar, dass sie Lehrerin werden will.

Leverkusen – Sie kam nach Leverkusen an die Theodor-Heuss-Realschule, weil sie eine neue Herausforderung wollte. Mit 900 Schülern ist die Realschule dreimal so groß wie ihre vorherige. Andrea Wirths (50) übernimmt in diesem Schuljahr als neue Rektorin den Posten von Jutta Hoede-Schneckenburger.

Für Wirths war immer klar, dass sie Lehrerin wird. „Mit zwölf Jahren wusste ich schon, dass ich wieder zurück an die Schule will“, sagte sie. Es gab einen Plan B, Theaterwissenschaften oder Germanistik, aber eigentlich gab es auch keinen, wenn man Wirths über ihren Beruf reden hört. Aussicht: Schule lebenslänglich. Für viele sicher eine erschreckende Aussicht, für Wirths ihr Traumberuf.

Fachberaterin für Englisch

Nach dem Lehramtsstudium in Deutsch und Englisch, machte Wirths ihr Examen und bekam direkt eine Anstellung in Overath. Nach fünf Jahren als Lehrerin wurde sie das erste Mal als Konrektorin an eine Realschule in Hennef berufen. Das sei alles ziemlich schnell gegangen, damit habe sie gar nicht gerechnet. Aber der Rektor sei davon überzeugt gewesen, dass mehr in ihr stecke. Damals war sie 34 Jahre alt. Neben ihren Hauptfächern unterrichtet Wirths auch Erdkunde, Politik und Kunst, eine kleine Leidenschaft von ihr. 2001 wurde sie als Fachberaterin für Englisch in die Bezirksregierung berufen. Dort arbeitet sie bis heute mit. 2004 wurde sie an eine Realschule in Bergisch Gladbach versetzt, bei der sie bis diesem Jahr tätig war. Immer dabei: ihre rote Schultüte. „Die war immer in meinem Büro dabei.“ Ins neue passe sie farblich besonders gut rein.

Ein bisschen eingelebt hat Wirths sich an der Theodor-Heuss-Realschule schon. „Wir beschnuppern uns noch“, sagte sie lachend. Sie sei zwar noch neu und wolle erst einmal das Schuljahr abwarten, bevor sie Veränderungen vornehme, aber Ideen habe sie schon. „Die Homepage der Schule muss aktualisiert werden. Und ich würde gerne die Kooperationen ausbauen. Eine mit Bayer im Sport haben wir ja schon, aber ich freue mich über weitere.“ Ihre Vision ist die Stärkung der Schulform Realschule. Diese würde nämlich neben den Gymnasien, Gesamt- und Sekundarschulen in Leverkusen irgendwie untergehen. Wobei die Anmeldezahlen so groß seien, dass sie auch Schüler abgelehnen mussten.

Zeit für die Familie

Wirths legt viel Wert auf die Selbstständigkeit der Schüler und deren Mithilfe an der Gestaltung des Schulalltags. „Wir sind jeden Tag hier, deswegen muss jeder mithelfen, ein gutes Umfeld zu schaffen wo man sich wohlfühlt.“ Das fange bei der Sauberkeit an und gehe über gutes Benehmen bis hin zur Kommunikation. Sie sei streng, aber sie sehe das nicht als negativ behaftet. Wenn sie etwas ankündige bei den Schülern, dann würde sie es einhalten. „Es gibt keine Überraschungsaktionen.“

Zuhause habe sie gelernt abzuschalten. „Ich brauche Muße-Stunden, um zu entspannen.“ Ihre Familie wollte auch noch etwas von ihr haben. Während ihrer Karriere hat Wirths zwei Kinder bekommen. Außerdem ist sie noch in der evangelischen Kirchengemeinde in Köln und im Kölner Karneval engagiert.