Leverkusen – Der Fahrer, der am vergangenen Donnerstag auf der A 1 einen schweren Unfall verursacht hat, wollte auf der Autobahn wenden, weil er sich vom Navigationsgerät habe leiten lassen. Das Gerät soll ihm „bitte wenden“ vorgeschlagen haben, daran hat sich der Unfallfahrer offenbar gehalten. Das bestätigte die Polizei auf Anfrage des „Leverkusener Anzeiger“. Das habe der Fahrer in seiner ersten Aussage am Unfallort gesagt, so ein Polizeisprecher.
Tatsächlich war der Unfall höchst rätselhaft: Unmittelbar nachdem er im Kreuz Leverkusen die Verbindungsspur von der Autobahn 3 auf die A1 hinter sich hatte, bog der Unfallverursacher scharf nach links ab und wäre zum Geisterfahrer Richtung Rheinbrücke geworden, wenn er nicht sofort mit einem Lastwagen zusammengestoßen wäre. Der Polizeisprecher sagte, dass die Erklärung wohl für ein späteres mögliches Verfahren kaum relevant sei. Man müsse sich immer auf den eigenen Verstand verlassen, anstatt den Vorgaben einer Maschine zu folgen.
Mit dem Navi in den Rhein
Man denke nur an den armen Menschen, der in Langel auf Anweisung seines Navis in den Rhein gefahren sei. Es komme öfter vor, dass Autofahrer falsch in Einbahnstraßen einführen, weil sie sich auf veraltete Navigationssoftware verließen. Solche Gründe verhinderten kein Bußgeld oder Punkte in der Verkehrskartei, die Verantwortung bleibe beim Fahrer.
