Leverkusen – Ein verkehrsfreundliches Baustellenmanagement, wie von der FDP gefordert, wird es in Leverkusen so bald nicht geben. Diese Antwort der Stadtverwaltung auf einen entsprechenden Antrag sei „mehr als frustrierend“ erklärte FDP-Ratsherr Friedrich Busch am Donnerstag im Bürger- und Umweltausschuss. Seine Ratsgruppe hatte im Hinblick auf mehrere Großbaustellen in den kommenden Sommerferien vorgeschlagen, gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßen NRW einen Zeitplan zu vereinbaren, um die Verkehrsbehinderungen möglichst gering zu halten.
Auch Straßenbauer haben Ferien
Das sei derzeit aber nicht möglich, teilte das Straßenverkehrsamt mit und verwies darauf, dass es allein deshalb zu Verschiebungen kommen könne, weil gerade in den Sommermonaten etliche Straßenbaubetriebe selbst Betriebsferien machten. Hinzu kämen Verzögerungen aufgrund von Ausschreibungsverfahren, rechtlicher Hindernisse oder Witterungseinflüssen. Zudem sei der Landesbetrieb nicht verpflichtet, seine Maßnahmen mit der Stadt abzustimmen, sofern er den Verkehr über sein eigenes Straßennetz umleiten könne. Dennoch bestehe zwischen der Verwaltung und Straßen NRW eine „offene Dialogbereitschaft“.
Ohnehin sei eine langfristig vorausschauende Planung nur mit einem Personaleinsatz möglich, der weder bei den Technischen Betrieben der Stadt Leverkusen noch im Straßenverkehrsamt zur Verfügung stehe.
Keine Mehrheit
Markus Märtens, der zuständige Dezernent, räumte in der Ausschusssitzung ein, „dass das frustrierend sein mag, aber nur die Situation beschreibt, an der die Verwaltung nichts ändern kann“. Busch forderte deshalb die Politik auf, sich des Problems anzunehmen. Eine Mehrheit fand er dafür indes nicht.
Anlass für seine Sorge sind zeitgleiche Bauarbeiten auf mehreren wichtigen Verbindungen im Stadtgebiet, von denen in den Ferien in jedem Fall die Bismarckstraße, die Schlebuscher Straße und die Oulustraße betroffen sind. Dringend benötigte Ausweichrouten würden den Verkehrsteilnehmern damit im wahrsten Sinne des Wortes verbaut.