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Vorwurf der GeldwäscheLeverkusener Al-Zein-Sohn zum zweiten Mal verhaftet

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Der Rückzugsort des Clan-Oberen Badia Al-Zein in Rheindorf hat 650.000 Euro gekostet.

Leverkusen/Düsseldorf – Im Zuge der Ermittlungen gegen Angehörige des libanesischen Al-Zein-Clans in Leverkusen haben die Ermittler am Donnerstag zwei Söhne des mutmaßlichen Oberhauptes der Sippe in der familieneigenen Villa im Stadtteil Rheindorf verhaftet. Dies bestätigte Staatsanwalt Julius Sterzel dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Demnach drehen sich die Vorwürfe um „Geldwäsche und gewerbsmäßigen Bandenbetrug“.

Einer der beiden Tatverdächtigen wurde schon einmal bei einer großangelegten Razzia im Juni festgenommen. Bei ihm handelt es sich um Mohamed Al-Zein. Der 24 Jahre alte Sohn des inhaftierten, mutmaßlichen Clan-Bosses Badia Al-Zein soll als Strohmann für die Familie agiert haben. Über ihn lief der Kauf der Leverkusener Villa, deren Anzahlung von der Familie über Einnahmen aus dubiosen Kanälen finanziert wurde. Den Rest finanzierte der Beschuldigte über einen Bankkredit, dessen Raten überwiegend durch Sozialleistungen aus dem Job-Center finanziert worden sein sollen. Vor dem Hintergrund des mutmaßlichen Hartz-Betruges in sechsstelliger Höhe wird gegen Clan-Chef Al-Zein dessen Frau und einige seiner Söhne ermittelt. 

Aus Untersuchungsgefängnis entlassen

Der offizielle Hauskäufer Mohamed Al-Zein war vor einigen Wochen im Rahmen einer Haftprüfung aber wieder aus dem Untersuchungsgefängnis entlassen worden. Seinerzeit verneinte eine Amtsrichterin den dringenden Tatverdacht.

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft weitere Beweise vorgelegt. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Mittel für den Villenkauf aus kriminell erzielten Gewinnen stammen. Allein 2020 soll der Leverkusener Clan laut überwachten Telefonaten gut 1,5 Millionen Euro in bar eingenommen und bewegt haben.  

Nach Zahlung von 30.000 Euro Kaution auf freiem Fuß

Am Nachmittag verschonte das Amtsgericht zumindest Mohamed Al-Zein gegen Zahlung einer Kaution von 30 000 Euro von der U-Haft. Woher der Betrag stammte, bleibt unklar.