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Warnung vor den Gefahren auf und an Bahnanlagen

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Wenn eine Bahnverspätung oder die Sperrung einer Schienenstrecke mit dem Hinweis auf „Personen im Gleis“ erfolgt, geht es oftmals lebensgefährlich zu. Gerade in der ersten Woche der Sommerferien kam es an der Strecke Köln – Wuppertal im Leverkusener Stadtgebiet zu mehreren solchen Einsätzen der Polizei. Das veranlasst Deutsche Bahn und Bundespolizei, vor allem an Kinder und Jugendliche zu appellieren: Bahnanlagen sind kein Platz für Abenteuer.

„Selfies im Gleis und das Klettern auf abgestellte Züge sind nicht cool, sondern lebensgefährlich“, warnt DB-Vorstand Volker Hentschel. Zurecht sei das Betreten von Bahnanlagen grundsätzlich verboten. Denn Züge können, anders als Straßenfahrzeuge, Hindernissen nicht ausweichen und haben einen sehr langen Bremsweg von bis zu 1000 Metern. Zudem seien sie erst spät zu hören und in der Geschwindigkeit schwer einzuschätzen.

Auch das Klettern auf abgestellte Züge sei lebensgefährlich, warnt Nicolai-Steve Schipfer, Direktor der Bundespolizei. Immer wieder endeten Bahnstromunfälle, an denen Kinder oder Jugendliche beteiligt seien, mit schwersten Verletzungen oder tödlich. Schließlich führe eine Oberleitung eine Spannung von 15 000 Volt – 65-mal mehr als die Steckdose zu Hause. Dabei muss die Leitung selbst gar nicht berührt werden. Schon bei bloßer Annäherung kann es zu einem lebensbedrohlichen Stromüberschlag kommen, warnen Bahn und Polizei. (ger)

Das Betreten von Bahnanlagen ist verboten.