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Wohnungsgesellschaft LeverkusenWarum Wolfgang Mues ohne Perspektive zu Hause sitzt

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Auch zwei Monate nach einem Gerichtsbeschluss wartet Wolfgang Mues auf einen Vorschlag der Stadt, wie es weitergehen soll. 

Leverkusen – Auch zwei Monate nach dem Kölner Gerichtsbeschluss gibt es noch keine Bewegung im Streit um die vorzeitige Abberufung des – nunmehr ehemaligen – WGL-Chefs Wolfgang Mues. Das ergibt sich aus der Debatte im Stadtrat, die eine Mehrheit am Montag gar nicht führen wollte. Und wenn, dann doch bitteschön hinter verschlossener Tür. Wovon sich die Mues zugeneigten Gruppen indes nicht aus dem Konzept bringen ließen.

Weil Erhard Schoofs, Fraktionschef der Bürgerliste, in der Sitzung noch krankheitsbedingt fehlte, übernahm Benedikt Rees das Ruder. Im Namen der Klimaliste hatte er den Antrag gestellt, die von Handelsrichterin Kerstin Jung-Walpert angeregte Suche nach einem Kompromiss mal in Gang zu bringen. Und zwar so: Der Stadtrat möge beschließen, bei seinen Vertretern im Aufsichtsrat drauf hinzuwirken, dass Mues doch noch „ein tragfähiges Angebot“ gemacht wird, das ihn bis zur regulären Rente an der Spitze der WGL hält. Auch die Vertreter des Gesellschafters Stadt Leverkusen sollten einen entsprechenden Arbeitsauftrag bekommen. Das sind Ratsherr Rüdiger Scholz und Stadtdirektor Marc Adomat (beide CDU).

Mues widerspricht Miesen

Dass in der Sache noch immer nichts passiert sei, habe er auf Nachfrage von Mues erfahren, erklärte Rees. Außerdem habe Mues nochmals der Darstellung von WGL-Aufsichtsrat Bernhard Miesen widersprochen, dass ihm ein Angebot für einen neuen Geschäftsführer-Vertrag vorgelegt wurde: weder schriftlich noch mündlich.

Derart ins Detail wollten am Montag weder CDU noch Grüne im Rat gehen. Die Fraktionschefs Stefan Hebbel und Roswitha Arnold hoben beide Hände, um einen Antrag zur Geschäftsordnung zu stellen, nachdem die Debatte nicht öffentlich geführt werden dürfe – obwohl sie auf lauter schon längst bekannten Tatsachen beruhte. Einen Maulkorb für Rees verhinderte dann allerdings der Stadtkämmerer: Michael Molitor hielt fest, dass „es natürlich zulässig ist, im Rat den Antrag zu stellen, dass die Stadt oder die WGL ein Vertragsangebot unterbreitet“.

Jedoch hinderte diese Klarstellung den die Sitzung leitenden Bürgermeister Bernhard Marewski (CDU) nicht daran, die Wortmeldung von Markus Beisicht wissentlich zu ignorieren. Der Mann vom rechten „Aufbruch Leverkusen“ steht im Streitfall Mues ebenfalls auf der Seite des geschassten Geschäftsführers.

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Den Rees-Antrag, nun den Gerichtsbeschluss umzusetzen und Mues eine Vertragsofferte zu unterbreiten, lehnte eine breite Mehrheit ab. In der CDU gab es aber eine Stimme dafür.