Leverkusen – „Der Rat der Stadt Leverkusen beschließt, dass die Verwaltung die Verantwortlichen bei der betreffenden Bürgerinitiative anweist, umgehend alle grünen Plastikbänder an den Lichtmasten und Bäumen im Stadtgebiet zu entfernen.“ Das hat der Stadtrat am Montagabend mehrheitlich gegen die Stimmen von Bürgerliste und SPD beschlossen. Die grünen Kunststoffbänder, ursprünglich als ein sichtbares Zeichen des Protests und zivilen Widerstandes gegen die Pläne zum Autobahn-Ausbau von der Bürgerlisten-Initiative „Lev muss leben“ verteilt, seien die reine Umweltverschmutzung, hatte die FDP ihren Antrag begründet. Dagegen müsse vorgegangen werden.
Das tat der Rheindorfer Ratsherr und Landtagsabgeordnete Rüdiger Scholz (CDU) besonders intensiv, dem ein solches Band aufs Auto geflattert war. Er ließ das Material in einem, Labor analysieren und siehe da: Das angeblich umweltfreundliche, natürlich abbaubare Material erwies sich als „stinknormales Polyäthylen, das eine Abbauzeit von 100 bis 500 Jahren hat“, so Scholz im Rat. Wenn sich der Verursacher ermitteln lasse, sei es ein ganz normales Verwaltungsverfahren gegen solche Störungen vorzugehen, gab Stadtdirektor Markus Märtens zur Auskunft. Dann werde ein Ordnungsverfahren eingeleitet. So soll es nun geschehen. Die Behauptung von Bürgerlisten-Chef Erhard Schoofs, da hätten gerüchteweise ganz andere Leute mit grünen Bändern Unruhe stiften wollen, erzeugte im Rat nur kurzfristig Heiterkeit.

Das grüne Band mit wenig Sympathie
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