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WintersportDer Winter kann kommen

2 min

Auf große Resonanz stieß der Skibasar bei den Besuchern.

Leverkusen – "Dat is nich mehr dat Skifahren, wat es fröher war", sagt eine ältere Frau vor der Mehrzweckhalle des RTHC am Knochenbergsweg. Das kann sein; sie wird das wissen. Aber in ist es wohl in jedem Fall, das Skifahren, das zeigt der Andrang beim Skibasar des Ski-Club Bayer Leverkusen: Die Schlange vor den Computerterminals, wo die ausgesuchten Teile registriert und dann bezahlt werden können, reicht um die halbe Halle. Gut gelaunt stehen die Käufer darin, teils schwer mit Ausrüstung beladen.

Der Basar ist hervorragend organisiert. Computergedruckte Preisschilder, Farbe, Größe und Bezeichnung sind ebenfalls aufgeführt. Die Ski oder Snowboards lehnen an Gerüsten. Trekkingzelte dienen als Umkleiden. Zur Anprobe der Schuhe stehen Turnbänkchen herum. Die Jacken, Westen und Anzüge hängen an Kleiderständern, die Mützen, Brillen und Handschuhe haben auf Schultischen Platz gefunden. Mützen gibt's schon ab einem Euro, Schuhe ab fünf, Ski ab zehn. Viele Familien schauen sich um - die Einsparmöglichkeiten durch Second-Hand-Equipment für drei oder mehr Leute dürften groß sein.

Für den Skiurlaub eingedeckt

Joanna und Andreas Daniel sind schon seit langem jedes Jahr dabei, wenn der Basar stattfindet. Und haben noch immer was gefunden. Manchmal geben sie nur zehn Euro aus, manchmal auch 100. Andreas probiert Schuhe an. "Ich habe zwar ein Paar, mit dem ich zufrieden bin. Ich möchte aber noch zufriedener sein", sagt er und lacht. Die beiden fahren jedes Jahr mindestens ein oder zwei Mal in Skiurlaub. Joanna hat schon eine Tasche für die Tochter und eine für sich unterm Arm. Die fast sommerlichen Temperaturen draußen stören sie beide nicht. "Wir nehmen das sportlich", sagt Andreas und grinst.

"Es ist schon eine sehr große Auswahl und man muss probieren", beurteilt Andrea Micklich das Angebot. "Aber ich glaube, ich habe ein echtes Schnäppchen gemacht." Skischuhe hat sie gekauft für 40 Euro, und sie denkt, dass sie nicht älter als zwei Jahre sind. "Ich bin ganz glücklich", sagt sie, während sie versucht, den Karton in eine Tasche hinein zu bekommen.

Auch Alfred Endlicher, Vorstand des Ski-Clubs, ist sichtlich zufrieden. Er freut sich über den gut besuchten Basar. Das geradezu sommerliche Wetter hält er gar für vorteilhaft: "Das fördert sogar, dass man rausgeht und sich zeigt." Dass der Hüpfburg für die Kinder zwischenzeitlich die Luft ausgeht, ist also keineswegs symbolisch zu verstehen. Trotz Sonnenschein und der völligen Abwesenheit von Schnee: Der Basar brummt.