Bei der Premiere des „felix award“ vor 19 Jahren wurde Manuel Neuer als Newcomer des Jahres ausgezeichnet – damals war er 21 Jahre alt und spielte für den FC Schalke 04. Dass er mal Superstar des FC Bayern, Weltmeister und mehrmaliger Welttorhüter werden und mit 40 Jahren noch immer zwischen den Pfosten stehen würde, war damals kaum absehbar. Auch René Adler, Alexandra Popp, Sprinterin Gina Lückenkämper oder Mittelstreckenläuferin Konstanze Klosterhalfen waren mal Newcomer des Jahres in NRW. Der Preis ist also nicht die schlechteste Grundlage für eine große Sportkarriere.
In diesem Jahr wird er am 27. November vergeben, zusammen mit den Auszeichnungen in sechs weiteren Kategorien. Damit würdige das Land gemeinsam mit dem Landessportbund NRW „herausragende Persönlichkeiten des nordrhein-westfälischen Spitzensports“, heißt es in einer Mitteilung der Düsseldorfer Staatskanzlei.
Plexiglas-Skulptur mit den Umrissen Nordrhein-Westfalens
Wer die „felix awards“ in Form einer Plexiglas-Skulptur mit den Umrissen Nordrhein-Westfalens als Sportlerin, Sportler, Mannschaft, Parasportler, Fußballer und Newcomer des Jahres erhält, wird über eine Online-Abstimmung entschieden. Diese ist gerade gestartet und läuft noch bis zum 3. November. Unter den Teilnehmenden am Publikumsvoting werden fünfmal zwei Tickets für die Ehrung in der Düsseldorfer Rheinterrasse verlost. Bei der Gala feiern Persönlichkeiten aus Sport, Politik und Gesellschaft zusammen mit den Athletinnen und Athleten, es moderiert Sabine Heinrich (WDR).
Die jeweils fünf Nominierten pro Kategorie hat eine Jury ausgewählt und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Erfolge in der zu Ende gehenden Saison gelegt. In der Jury vertreten waren der Landessportbund NRW, die Düsseldorfer Staatskanzlei, die drei Olympiastützpunkte in NRW, der WDR, der Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW und die Sportstiftung NRW.
Nur die Wahl in der siebten Kategorie, bei den Trainern des Jahres, läuft etwas anders: Hier einigen sich die drei Olympiastützpunkte auf fünf Nominierungen, die allerdings nicht öffentlich bekannt gegeben werden. In der Vergangenheit ausgezeichnete Trainerinnen und Trainer stimmen dann über die Siegerin oder den Sieger ab. Den ersten „felix award“ als Trainer erhielt 2007 Handball-Ikone Heiner Brand. Außerdem zählen etwa die einstige Speerwurf-Weltmeisterin und spätere Parasport-Trainerin Steffi Nerius, der Basketball-Coach Dirk Bauermann, der Stanley-Cup-Gewinner und Eishockey-Trainer Uwe Krupp oder die Frauenfußball-Nationaltrainerin Silvia Neid zu den bisher ausgezeichneten NRW-Trainerinnen und -Trainern.
Ein Blick auf die Nominierten weckt Erinnerungen an ein für NRW durchaus erfolgreiches Sportjahr, das mit olympischen und paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo begonnen hatte. Beim Olympia-Zweikampf zwischen München und Köln-Rhein-Ruhr hätten sich viele NRW-Athleten den Zuschlag für ihr Heimat-Bundesland gewünscht. Aber auch die Aussicht auf Heim-Spiele in München beflügelt viele. Zur Wahl stehen:
NRW-Sportlerin des Jahres: Larissa Eifler (Dormagen), Weltmeisterin im Säbel-Fechten; Mieke Kröger (Brackwede/Köln), WM-Zweite mit dem Bahnrad-Vierer; Laura Nolte (Winterberg), Olympiasiegerin im Zweierbob; Jacqueline Pfeifer (Hochsauerland), Olympiadritte im Skeleton; Isabell Werth (Eversael), Weltmeisterin mit dem Dressur-Team.
NRW-Sportler des Jahres: Marcus Ehning (Borken), Team-Weltmeister im Springen; Axel Jungk (Winterberg), Olympiazweiter im Skeleton; Bela Lehnen (Köln), Team-Weltmeister im Voltigieren; Max Rendschmidt (Essen), Vierer-Weltmeister im Kanu-Rennsport; Matthias Sommer (Winterberg), Olympiazweiter im Viererbob.
NRW-Parasportler des Jahres: Heidemarie Dresing (Gütersloh), kompletter Medaillensatz in der Para-Dressur; Johannes Floors (Leverkusen), Prothesen-Sprinter, Gold und Silber bei der WM der Para-Leichtathleten; Sebastian Marburger (Wunderthausen), zweimal Paralympics-Silber im Para-Ski-nordisch; Kathrin Marchand (Köln/Leverkusen), zwei WM-Siege, einmal Bronze und einmal EM-Gold im Para-Rudern, außerdem bei den Winter-Paralympics im Skilanglauf am Start; Markus Rehm (Leverkusen), Prothesen-Weitspringer, Weltmeister in der Para-Leichtathletik.
NRW-Newcomer des Jahres: Jarno Bäschnitt (Bochum), Schwimmen, EM-Silber mit der Mixed-Staffel; Tjorven Knackstedt (Gummersbach/Hagen), Handball, U-18-Weltmeister; Mathilda Niemeyer (Hattingen), Judo, Silber U-21-WM; Luisa Puttkammer (Düsseldorf), Kanu-Wildwasserrennsport, WM-Silber; Justus Warweg (Köln), Hockey, U-21-Weltmeister.
NRW-Mannschaft des Jahres: Deutsches Dressur-Team mit Isabell Werth, Katharina Hemmer, Frederic Wandres, Raphael Netz, Weltmeister; Deutsche Hockey Nationalmannschaft mit Antheus Barry, Jakob Brilla, Jean Danneberg, Tom Grambusch, Johannes Große, Malte Hellwig, Teo Hinrichs, Paul Kaufmann, Erik Kleinlein, Moritz Ludwig, Hugo von Montgelas, Hannes Müller, Linus Müller, Joshua Onyekwue-Nnaji, Thies Prinz, Christopher Rühr, Benedikt Schwarzhaupt, Michel Struthoff, Justus Warweg, Justus Weigand, Weltmeister; Kanupolo-Nationalmannschaft Damen mit Lotta Bendiek, Nele Cramer, Katharin Grünewald, Nina Hachenburg, Hannah Kunz, Esra Özbay, Jill Rutzen, Laura Saliou, Nele Schmalenbach, Weltmeisterinnen; Zweierbob mit Laura Nolte, Deborah Levi, Olympiasiegerinnen; Zweierbob mit Neele Schuten, Lisa Buckwitz, Olympiazweite.
Fußball felix: Lany Bäcker (SGS Essen), Silber bei der U-19-EM; Said El Mala (1. FC Köln), erste Berufung in die A-Nationalmannschaft; Vanessa Fudalla (Bayer 04 Leverkusen), Spielerin der Saison; Gregor Kobel (Borussia Dortmund), die meisten Bundesligaspiele ohne Gegentor; Ibrahim Maza (Bayer 04 Leverkusen), Spieler der Saison.
