Zum Auftakt in die Rückrunde der Tischtennis-Bundesliga kommt der Rekordmeister Düsseldorf in die Bergneustädter Burstenhalle.
Tischtennis-BundesligaTTC Schwalbe Bergneustadt empfängt Borussia Düsseldorf

Trainer Frederik Duda (r.) kann gegen Düsseldorf auf seinen Bruder Benedikt bauen .
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„Die Jungs haben etwas gutzumachen und werden Gas geben“, verspricht Heinz Duda, Sportwart des Tischtennis-Bundesligisten TTC Schwalbe Bergneustadt, vor dem Rückrundenstart. Das erste Spiel des Jahres könnte brisanter und attraktiver nicht sein, denn am Sonntag gastiert ab 14 Uhr der deutsche Rekordmeister Borussia Düsseldorf in der Bergneustädter Burstenhalle. Der Tabellefünfte empfängt den Dritten. Zwischen beiden Teams liegen vier Punkte.
Nach den schwachen Leistungen kurz vor Weihnachten daheim gegen das Schlusslicht TSV Bad Königshofen (0:3) und beim neuntplatzierten TTC OE Bad Homburg (1:3) wollen sich die Schwalben wieder von ihrer besten Seite zeigen. Ob das jedoch ausgerechnet gegen den Dauerrivalen aus der Landeshauptstadt funktioniert, bleibt abzuwarten. Bei der 1:3-Hinspielniederlage waren Benedikt Duda & Co. jedenfalls chancenlos. Nur Leo de Nodrest hatte sich in fünf Sätzen gegen den ehemaligen Bergneustädter Kanak Jha durchsetzen können.
Alle Schwalbe-Spieler stehen für Start in zweite Saisonhälfte zur Verfügung
Seit gestern Mittag hat TTC-Trainer Frederik Duda auch Gewissheit darüber, dass ihm für den Start in die zweite Saisonhälfte alle Spieler zur Verfügung stehen. Benedikt Duda nahm in dieser Woche noch am mit 500.000 US-Dollar dotierten WTT Champions-Turnier in Doha (Katar) teil.
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Nach einem überraschend deutlichen 3:0-Auftaktsieg gegen seinen Angstgegner Darko Jorgic vom neuen Pokalsieger 1. FC Saarbrücken musste sich der 31-Jährige im Achtelfinale gegen den Weltranglistenzweiten Lin Shidong aus China nach großem Kampf und einem starken Auftritt mit 11:8, 6:11, 8:11, 11:6 sowie 6:11 geschlagen geben. Somit kann Benedikt Duda seinen im Vorfeld gebuchten Heimflug heute Nachmittag nach Frankfurt am Main wie geplant antreten und sollte damit am Sonntagnachmittag ausgeruht in der Box stehen.
Tischtennis: Doppelpartner von Benedikt Duda stand im Achtelfinale
Die übrigen Schwalbe-Akteure, Adrien Rassenfosse, Leo de Nodrest und Romain Ruiz, bereiteten sich in ihren Heimatländern Belgien (Rassenfosse) und Frankreich (de Nodrest) sowie in der Wahlheimat Düsseldorf (Ruiz) vor.
Aber auch aus dem Borussia-Team kämpften gleich drei Akteure um wertvolle Weltranglistenpunkte. Allerdings mussten sich Kanak Jha (gegen den Schweden Truls Moregard) und Anton Källberg (gegen Yukiya Uda aus Japan) bereits in der ersten Runde verabschieden. Deshalb geht Heinz Duda fest davon aus, dass Jha am Sonntag gegen seinen Ex-Klub ebenso eingesetzt wird wie Källberg.
Wer die dritte Position bei den Düsseldorfern einnimmt, hängt auch noch vom Abschneiden von Dang Qiu in Doha ab. Der langjährige Doppelpartner von Benedikt Duda stand gestern im Achtelfinale gegen den Weltranglistensechsten Felix Lebrun. Die Partie war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe allerdings noch nicht beendet. Sollte der in der Bundesliga nach sieben Einzeln noch ungeschlagene Qiu nicht rechtzeitig wieder zurück in Deutschland sein, hätte Düsseldorfs Trainer Danny Heister immer noch Yongyin Li (1:5-Bilanz) und Borgar Haug (0:3) zur Verfügung.
„Düsseldorf kommt als Favorit und Rekordmeister. Die Mannschaft muss liefern“, stellt Heinz Duda klar. „Trotzdem geben wir uns natürlich nicht direkt geschlagen, sondern werden versuchen, uns erfolgreich zu wehren.“ Allerdings ist Bergneustadts Sportwart Realist genug, um genau zu wissen, „dass ein Sieg für uns einer Riesenüberraschung gleichkommen würde“.

