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Tischtennis-WMBenedikt Duda scheidet mit dem deutschen Team gegen Japan aus

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Benedikt Duda beim Aufschlag gegen Harimoto.

Der Bergneustädter Benedikt Duda musste sich gegen den Japaner Tomokazu Harimoto geschlagen geben.

Im Viertelfinale ist für den Bergneustädter nach einer 0:3-Niederlage gegen Japans Superstar Tomokazu Harimoto Schluss.

Mit Edelmetall im Gepäck wollte Benedikt Duda, Tischtennis-Profi des TTC Schwalbe Bergneustadt, von den Mannschafts-Weltmeisterschaften aus London wieder nach Hause fliegen. Doch aus diesem Vorhaben wurde nichts.

Die Auswahl von Bundestrainer Jörg Roßkopf, zu der neben dem 32-Jährigen auch Dang Qiu (Borussia Düsseldorf), Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken), Dimitrij Ovtcharov (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell) und Andre Bertelsmeier (TSV Bad Königshofen) gehörten, unterlag im Viertelfinale den späteren Silbermedaillengewinnern aus Japan 1:3.

In der Vorrunde hatte Deutschland Japan noch mit 3:2 besiegt

Fünf Tage zuvor hatte das deutsche Quartett in der Vorrunde den Vize-Weltmeister noch mit 3:2 besiegen können. Dementsprechend groß war anschließend die Enttäuschung bei Duda & Co. „Wir haben zwar mit dem Sprung in die Runde der besten Acht die Setzung erfüllt, doch unser Ziel konnten wir leider nicht erreichen“, stellte das Schwalbe-Eigengewächs klar. „Deshalb war es einmal mehr eine schon schmerzhafte Erfahrung.“

Benedikt Duda musste sich gleich im Eröffnungsmatch gegen Japan dem Weltranglistendritten Tomokazu Harimoto chancenlos mit 4:11, 4:11 und 6:11 geschlagen geben. Es war eine von insgesamt nur drei Niederlagen des Linkshänders im gesamten Turnierverlauf. „Mein Gegner war sowohl spielerisch als auch mental in einer absoluten Topform“, analysierte Duda. „Das war eine phänomenale und fehlerlose Leistung von ihm. Er hatte enormes Selbstvertrauen und traf in engen Situationen stets gute Entscheidungen.“

Trotz der Niederlage blickt Benedikt Duda mit einem guten Gefühl auf die WM

Trotz dieser bitteren Niederlage verließ der Bergneustädter insgesamt mit einem guten Gefühl Großbritannien. Und das nicht ohne Grund, denn zum Turnierstart hatte Duda schließlich maßgeblichen Anteil am 3:2-Triumph gegen Japan. Nach einer knappen Fünf-Satz-Niederlage gegen Harimoto sorgte der Bergneustädter im alles entscheidenden fünften Einzel mit seinem 3:1-Erfolg gegen Sora Matsushima für den Gesamtsieg.

Bei den 1:3-Niederlagen gegen Taiwan und Frankreich zeichnete sich Benedikt Duda mit Erfolgen gegen Feng Yi-Hsin (3:0) und Simon Gauzy (3:1) jeweils für den Ehrenpunkt verantwortlich. In der Hauptrunde folgten 3:0-Erfolge gegen Slowenien sowie Hongkong.

Adrien Rassenfosse schied mit Belgien in der ersten Hauptrunde aus

Für den zweiten Schwalbe-Starter in London, Adrien Rassenfosse, endete das WM-Turnier in der ersten Hauptrunde. Im Trikot der Auswahl Belgiens unterlag der 23-Jährige gegen Japan erwartungsgemäß mit 1:3. Rassenfosse musste sich sowohl Sora Matsushima als auch Tomokazu Harimoto jeweils nach vier Sätzen geschlagen geben. „Ich nehme einige positive Aspekte aus den Partien mit“, berichtete die Nummer 52 der Weltrangliste. „In den ersten zwei Sätzen konnte ich gegen beide Spieler gut mithalten. Allerdings muss ich noch daran arbeiten, mich schneller an taktische Änderungen anzupassen.“

Adrien Rassenfosse blickt auf eine 2:3-Einzelbilanz zurück. Bei den souveränen 3:0-Erfolgen gegen die Fidschi Inseln und Kamerun blieb der Bergneustädter ohne Satzverlust. In der alles entscheidenden Partie um den Gruppensieg gab es jedoch eine 0:3-Niederlage gegen Kanada. Der amtierende belgische Einzelmeister hatte trotz einer zwischenzeitlichen 2:1-Satzführung gegen Simeon Martin mit 8:11, 11:5, 11:6, 7:11 sowie 8:11 das Nachsehen.

Nach der WM richten Benedikt Duda und Adrien Rassenfosse nun ebenso wie Leo de Nodrest und Romain Ruiz ihren vollen Fokus auf das Play-off-Halbfinale mit dem TTC Schwalbe Bergneustadt um die deutsche Meisterschaft am 30. Mai in Frankfurt gegen den deutschen Rekordmeister Borussia Düsseldorf.