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Corona in WipperfürthLüftungsgeräte sind zu teuer

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So sieht ein Lüftungsgerät aus – dieses steht in der Turnhalle des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Neukölln. (Symbolbild)

Wipperfürth – Rund 800 000 Euro für dezentrale Lüftungsgeräte in den 65 Klassenräumen des Engelbert-von-Berg-Gymnasiums, dazu noch Folgekosten von rund 18 500 Euro pro Jahr: So lautete der Vorschlag einer Untersuchung des Ingenieurbüros Dohrmann, die im Zuge der anstehenden Sanierungsmaßnahmen erstellt wurde. Danach sei das Stoßlüften nicht ausreichend, zudem gehe entsprechende Wärme verloren. Die Geräte trügen zudem zu einem höheren Wohlbefinden der Schüler bei, die Raumluft habe die richtige Feuchtigkeit. Die optimale Belüftung sorge dafür, dass die Konzentration erhalten bleibe, so Mike Schorn vom Ingenieurbüro.

Anschaffung für alle Schulen und Kindergärten zu teuer

Lothar Palubitzki (CDU) hinterfragte die Notwenigkeit der Lüftungsgeräte. Wenn, dann müssten sie für alle Schulen und Kindergärten angeschafft werden. Die Frage sei auch, warum jetzt und in welchem Zusammenhang das mit Corona stehen. Auch Bärbel Schröder (SPD) äußerte massive Bedenken. Um zu entscheiden, fehlten Informationen, zudem müssten die Geräte für alle Schulen und Kindergärten angeschafft werden. Das habe aber einen Umfang, der im Haupt- und Finanzausschuss geklärt werden müsse. Für den beschriebenen Effekt sei die Anschaffung für alle mit dann vier Millionen Euro zu teuer, stimmten die Fraktionen überein.

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Renate Brüning, Leiterin der Gebäudemanagements, stellte klar, dass die Lüftungsanlagen keinen Effekt auf Corona hätten und ohnehin erst im Frühjahr installiert werden könnten, wenn die Experten mit einem Rückgang der Pandemie rechneten. Das Lüften durch die Fenster sei ausreichend und in den Klassenräumen möglich, betonte Brüning. Bürgermeisterin Anne Loth sagte, dass die Anlagen zwar „nice to have“ seien, wenn sie durch entsprechende Mittel gefördert würden, ansonsten können die Stadt sich diese aber nicht leisten. Sie schlug einen Vorratsbeschluss vor, mit der der Anschaffung zugestimmt werden sollte, falls es Fördermittel gebe. Der Vorschlag fand keine Zustimmung der Politik und nach weiterer Diskussion zog die Verwaltung die Beschlussvorlage zurück. Damit gab es keine Grundlage mehr für eine Abstimmung, die dennoch erfolgte. Der Ausschuss votierte einstimmig dafür, dass die Verwaltung den Vorschlag zurückzieht.