Das Netzwerk gegen Rechts in Oberberg engagiert sich gegen Amtisemitismus und Rassismus.
Seit 1. SeptemberLara Schroeter ist neue Koordinatorin des Netzwerks gegen Rechts in Oberberg

Lara Schroeter ist neue Koordinatorin des Netzwerks gegen Rechts in Oberberg.
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Rassismus, rechtsextreme Propaganda Antisemitismus und Hass auf Homosexuelle – all das gibt es auch in Oberberg. Das Oberbergische Netzwerk gegen Rechts (NgR) bezieht dagegen Stellung, klärt auf und ist zugleich eine Anlaufstelle für Opfer rechter Hetze und Ausländerfeindlichkeit. Lara Schroeter arbeitet seit 1. September als neue Koordinatorin des Netzwerks, als Nachfolgerin von Nadine Lindörfer. Schroeter wurde 1979 in der Nähe von Hannover geboren, studierte erst Sozialarbeit und später Geschichte.
In den vergangenen Jahren war sie vor allem für das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln tätig, als Antisemitismus-Beauftragte gab sie Führungen, vor allem für Schulklassen, und führte Workshops durch. „Das Vorwissen, dass Jugendliche zur NS-Zeit mitbringen, ist sehr unterschiedlich“, so Schroeters Erfahrung. „Ich versuche dabei immer einen Bezug zur Gegenwart herzustellen.“
Über 80 Partner sind heute Mitglied im NgR Oberberg, darunter alle 13 Kommunen, Wohlfahrtsverbände, Schulen, Religionsgemeinschaften, Vereine und Kulturbetriebe, sowie Untergliederungen von Parteien, außerdem Selbsthilfeorganisationen von Migranten. Entsprechend vielfältig ist das Angebot des Netzwerks. Kinofilme, Konzerte und Ausstellungen gehören ebenso dazu wie Lesungen, Vorträge und Fortbildungen.
Kürzlich war Schroeter als Moderatorin für einem Workshop „Kriegsjahr 1941“ im Einsatz, den die Volkshochschule Gummersbach und der Verein „Unser Oberberg ist bunt, nicht braun“ organisiert und durchgeführt haben. „Meine Vorgängerin Nadine Lindörfer hat Vieles organisiert. Ich möchte künftig aber auch eigene Akzente setzen und dabei auch meine Erfahrung als Historikerin einbringen“, sagt Lara Schroeter. Das Schöne an der Arbeit als Koordinatorin des NgR sei eine große inhaltliche Freiheit – der allerdings vom Budget Grenzen gesetzt werden.
Das Netzwerk gegen Rechts in Oberberg Als Reaktion auf den rechten Terror des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) und rechtsextreme Tendenzen in Oberberg beschloss der Kreistag im Dezember 2011 die Einrichtung eines Netzwerks gegen Rechts (NgR). Es soll Aufklärung leisten, Propaganda entgegenwirken und sich für demokratische Grundrechte einsetzen. Zu seinen Aufgaben gehört auch, für diese Themenfelder die Sensibilität zu erhöhen – in Politik, Verwaltungen und bei Bürgerinnen und Bürgern. Finanziert wird die Arbeit des Netzwerks vom Land NRW und dem Oberbergischen Kreis. Träger der Koordinierungsstelle ist die PariSozial gGmbH bergisches Land, eine Tochter des Sozialverbandes Paritätische NRW. netzgegenrechts-oberberg.org