Die Deutsche Bahn hat ein Bauunternehmen gefunden, ab Juni soll die neue Bahnhaltestation für die RB25 in Vilkerath gebaut werden.
RB25Engelskirchen hätte die neue Station auch gern gehabt

Hier soll der neue RB25-Bahnhaltepunkt im Overather Stadtteil Vilkerath im Sommer gebaut werden.
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Noch sieht man keine Bautätigkeit am geplanten neuen Bahnhaltepunkt in Overath-Vilkerath, und bei der Vorstellung der Bauprojekte vor Beginn der viermonatigen Sperrung der Regionalbahnlinie 25 war auch noch kein Bauunternehmen gefunden, das ihn errichten wollte.
Das hat sich nun geändert, wie die Deutsche Bahn auf Nachfrage dieser Zeitung erklärte. „Wir freuen uns, dass wir ein Unternehmen beauftragen konnten“, teilte ein Bahnsprecher mit. Hatte mancher vielleicht schon gefürchtet, die Pläne für den Bau des Bahnhalts Vilkerath könnten dasselbe Schicksal ereilen wie die Unterführung der Lüghauser Straße in Rösrath-Hoffnungsthal, deren Bau auf nach 2030 geschoben wurde, so soll es in Vilkerath nun doch in der aktuellen Sperrphase der RB25 („Oberbergische Bahn“) mit den Bauarbeiten losgehen.
Die DB InfraGO beginnt voraussichtlich Anfang Juni mit den Bauarbeiten für den neuen Haltepunkt.
„Die DB InfraGO beginnt voraussichtlich Anfang Juni mit den Bauarbeiten für den neuen Haltepunkt“, so der Bahnsprecher. Ziel sei es, bis zum Ende der Streckensperrung am 7. August zunächst alle Arbeiten abzuschließen, die „im sicherheitsrelevanten Bereich“ stattfinden. Dazu gehörten etwa das Setzen der Bahnsteigkanten am neuen Haltepunkt. Ab voraussichtlich Dezember 2026 sollen dann laut Bahn am neuen Haltepunkt die ersten Züge halten.
Bis in die 1960er Jahre gab es in Overath-Vilkerath schon einmal einen Bahnhalt. Die Reste des Bahnsteigs sind noch dort zu erkennen, wo der neue Bahnhalt entstehen soll. Nun soll er auch dazu dienen, Pendler aus dem Oberbergischen Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis in die Regionalbahn umsteigen zu lassen, damit nicht alle bis in die verkehrsgeplagte Overather Stadtmitte fahren müssen.
Der oberbergische Nachbar Engelskirchen hätte den neuen Haltepunkt lieber in Loope oder alternativ in Ehreshoven gesehen. Über Jahre belastete dieses Thema die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen den Rathäusern. Ab 2011 raufte man sich dann im Sinne der Sache wieder zusammen, um zu Ergebnissen zu kommen, denn: Der Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR), so war in den Rathäusern zu hören, verfolgte die Idee eines neuen RB25-Bahnhofes nicht unbedingt mit Verve. Die Idee: Ein externer Gutachter sollte unter rationalen Gesichtspunkten wie etwa der Erreichbarkeit, Anbindung ans Busnetz oder Investitionsbedarf – den besten Standort ermitteln. Dabei kam dann Vilkerath raus.
Übrigens: Lange war man von einer Eröffnung der neuen Station im Jahr 2015 ausgegangen. Beim „Runden Tisch RB25“ hieß es dann 2014 aber, mit einer Eröffnung sei „nicht vor 2016“ zu rechnen. Wenn man es genau nimmt, war das keine falsche Einschätzung.
